Wachsberg Salomon

Salomon Shlomo Wachsberg

*8.8.1916 in Lodz; ✡2001 Kfar Shmaryahu

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Moszek Waksberg *12.10.1886 in Wolanow; ✡19.11.1942 in Lodz oder Kulmhof

Mutter Itta Waksberg *4.12.1894 in Jodlowa; ✡19.11.1942 in Lodz oder Kulmhof

Adressen Berlin, Prenzlauer Berg, Weißenburger Str. 29

Heirat 10.8.1939 in Dänemark Rosi Merenländer *28.6.1918 in Frankfurt; ✡1997 Hvidovre, Dänemark

Schwager Werner Merenländer*7.9.1919 in Frankfurt ✡ 19.8.1993 in Kfar Giladi

Heirat 1947 in Schweden mit Regina Träger *28.6.1918 in Essen; ✡8.4.2008 in Kfar Shmaryahu

Kinder vier

Baruch Kurt Wachsberg *22.1.1939 in Hjelmerup, Lund

Ruth Wachsberg *15.6.1943 in Lund; oo Teining

Zwei Kinder mit Regina Träger *28.6.1918 in Essen; ✡8.4.2008 in Kfar Shmaryahu

Weitere Lebensdaten

Novemberpogrom in Frankfurt

10.11.1938 Verhaftung von Salomon Shlomo Wachsberg in Frankfurt

11.11.1938 Anordnung der „Schutzhaft“

13.11.1938 Einweisung in das KL Buchenwald; Häftlingsnummer 29554

4.1.1939 Entlassung aus dem KL Buchenwald

Minderheitenzählung

17.5.1939 beide Eltern in Berlin, Prenzlauer Berg, Weißenburger Str. 29

Dänemark

Ca 1938 Rosi Wachsberg zur Hachschara nach Dänemark

22.1.1939 Geburt von Baruch Kurt Wachsberg in Hjelmerup Lund

1939 Shlomo Wachsberg aus Frankfurt nach Dänemark

10.8.1939 Heirat mit Shlomo Wachsberg

Oktober 1939 Emigration von 500 garantierten Jugendlichen nach Dänemark zur Hachschara auf einzelnen Bauernhöfen

9.4.1940 Einmarsch der Deutschen in Dänemark; Dänemark bleibt in Teilen autonom bis zum Oktober 1943

5.11.1943 Salomon, Rosi und Kurt Wachsberg in Volstrup, Dronninglund, Hjørring, bei dänischem Census

15.6.1943 Geburt von Tochter Ruth Wachsberg in Lund

29.8.1943 Die deutschen Besatzer verkünden den „Ausnahmezustand“ wegen zunehmender Widerstandaktionen

17.9.1943 Adolf Hitler befiehlt die Endlösung für die Juden in Dänemark

September 1943 Anordnung von Werner Best, SS-Obergruppenführer und Generalbevollmächtigter für Dänemark

„Die Festnahme der zu evakuierenden Juden erfolgt in der Nacht vom 1. zum 2.10.43. Der Abtransport wird von Seeland zu Schiff (ab Kopenhagen), von Fünen und Jütland mit der Bahn Sonderzug durchgeführt“.

28.9.1943 der deutsche Diplomat Georg Ferdinand Duckwitz verrät die geplante Deportation bei einem Treffen mit dänischen Sozialdemokraten.

Oktober 1943 7700 Juden können sich mit Hilfe der dänischen Bevölkerung in einer Massenflucht über den Øresund (Ostsee) nach Schweden retten.

Drei Transporte

Die auf dem dänischen Festland verhafteten Juden werden in das „Polizeigefangenenlager Fröslee“ in Frøslev an der deutschdänischen Grenze verbracht; hier waren ab 13.8.1944 bis Mai 1945 etwa 12.000 Dänen im inhaftiert.

Vom Frøslev-Lager gehen zwei Juden-Transporte mit der Bahn nach Theresienstadt

2.-5.10.1943 Shlomo Wachsberg mit Sohn Kurt und 20 weiteren Chaluzim der Jugendalija in Dänemark, insgesamt 83 in Dänemark Inhaftierten auf Transport XXV/1 nach Theresienstadt

6.10.1943 aus dem Lager Frøslev 198 Juden auf Transport XXV/2 nach Theresienstadt

9.10.1943 Ankunft des zweiten Transportes XXV/2 in Theresienstadt

Inhaftierung der auf Seeland Verhafteten in Horserødlejren, einem Internierungscamp bei Helsingør

13.-14.10.1943 die dritte dänische Gruppe mit 175 Gefangenen auf dem Transport XXV/3 nach Theresienstadt

Die Weißen Busse

13.4.45 Vorbereitung auf den Abtransport in einer Kaserne in Theresienstadt

14.4.1945 Irrfahrt durch das zerbombte Berlin

Über Flensburg nach Odense auf Fünen

Weiße Busse aus Theresienstadt bei Ankunft in Haderslev, Dänemark

15.4.1945 von Odense nach Kopenhagen

5.5.1945 Kapitulation der Deutschen Wehrmacht in Dänemark

5.5.1945 SS verlässt Theresienstadt
8.5.1945 die Rote Armee erreicht Theresienstadt

Berlin – Lodz

18.10.1941 beide Eltern auf dem ersten Osttransport von Berlin nach Lodz Lodz

Nachkriegszeit

Oktober 1945 Salomon mit Sohn Kurt Wachsberg auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden, „Alte Chaluzim“

Scheidung von Rosi Wachsmann, die später Frits Emanuel Sörensen heiratet

1947 Heirat mit Regina Träger in Schweden

1949 Emigration nach Israel

Gedenken

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT1-37b.jpg

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71187332

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

https://yvng.yadvashem.org/ad

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930028

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/en930023

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://hachschara.juedische-geschichte-online.net/ort/13.pdf

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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