
Herbert Schlächter
*18.1.1920 in Nidegggen; ✡ 7.1.1988 auf Mallorca
Staatsangehörigkeit deutsch
Vater Emil Schlechter *29.7.1886 in Nideggen
Mutter Kunigunde Fromm *20.7.1894 in Gürzenich; ✡ ?
Geschwister –
Ernst Schlächter *24.6.1922 in Nideggen
Beruf Kaufmann
Adressen Nideggen, Bahnhofstraße 47; Amsterdam;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Ostern 1926 Einschulung
1935 Besuch des Gymnasium Düren
1936-1938 Kaufm. Lehre bei Fa. Mansbach in Lebach
1938 Flucht mit Bruder Ernst illegal über die „Grüne Grenze“ in die Niederlande
20.12.1938 Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321, Amsterdam
9.1.1939 Jeugdherberg De Kleine Haar, Dortherweg 34, Kring van Dort (Gorssel)
7.2.1939 Quarantine Beneden Heijplaat, Quarantainestraat 1, Rotterdam
1.7.1939 Dommelhuis, Jonckbloetlaan 13, Eindhoven
22.3.1940 Boys Home Westersingel, Westersingel 40, Rotterdam
Bruder Ernst bei Fam. Eichengrün Eindhoven, Kettingstr. 22,
7.7.1940 Bruder Ernst in Westerbork
1.10.1940 Bruder Ernst im Jongenshuis, Amsterdamscheweg 1-3, Arnhem
Kamp Westerbork
26.3.1940 Eingewiesen in das Vluchtelingekamp Westerbork, somit „oude kampbewoner“
Exkurs Erna und Josef Weiss
Erna Weiss geb. Falk (*2.7.1893 in Krefeld; ✡6.5.1945 in Tröbitz) und ihr Ehemann Josef „Jupp“ Weiss (*16.5.1893 in Flamersheim; ✡12.9.1976 Jerusalem) waren von 1942 bis zu ihrer Deportation am 14.1.1944 nach Bergen Belsen verantwortlich für die Betreuung der Jugendlichen im Kamp Westerbork.


Als Dank für deren elterliche Fürsorge schrieben die 25 Jungen von Saal 4 diese Karte an Erna Weiss zum Muttertag 1942.
Der erste Massentransport Westerbork-Auschwitz
15.7.1942 Simon Reifen, Leo Verständig, Richard Greif, Leo und Tobias Feigenblatt zusammen mit CousinMax Rack im ersten Transport ab Westerbork nach Auschwitz; aus dem Lager waren hierfür 100 „Oude kampbewoner“ selektiert worden. In Verkennung der Gefahr vertrat der Hechaluz die Ansicht, die Chaluzim sollten sich für diesen ersten Transport freiwillig melden.
Dachau
10.4.1943 Bruder Ernst mit Strafgefangenen-Transport nach Westerbork; Strafbaracke 66

6.8.1944 Bruder Ernst von Westerbork nach Dachau

April 1945 Bruder Ernst wird in Dachau-Mühlberg befreit
Ontsnapt
19.1.1944 gelingt Herbert Schlächter die Flucht aus Westerbork; er wird aber gefasst und im Gefängnis Zwolle inhaftiert.
15.11.1944 erneut eingewiesen in das polizeiliche Judendurchgangslager Westerbork

12.4.1945 Befreiung in Westerbork durch kanadische Truppen

11.12.1945 mit Bruder Ernst im DP Camp Feldafing

14.2.1946 mit Bruder Ernst von Feldafing abgemeldet nach Garatshausen
22.9.1947 wohnt er in Düren
3.3.1948 IRO Antrag zur Unterstützung der Emigration;

fälschliche Angabe, 1944 in Auschwitz und 1945 in Dachau gewesen zu sein; Bruder Ernst ist in Dachau-Mühlberg befreit worden
Emigration in die USA
Gedenken –
Quellen
Josef Weiss Collection, Archiv Ghetto Fighters House
Ernst Schlaechter (born 24 June 1922)
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/79706544
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/79706542
Niederlande, Bevölkerungsregister, 1810-1936; Bron: boek, Deel: 146, Periode: 1912-1938
https://www.oorlogsbronnen.nl/mensen?personterm=Ontruiming%20Joods%20Werkdorp%20Wieringermeer
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Genealogie Website My Heritage