Hilde Rose geb. Stern
*14.7.1915 in Koblenz; ✡ 4.3.1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Willy Stern *18.4.1890 in Staden, Hessen; ✡ 21.12.1951 in Pittsburgh
Heirat der Eltern 10.9.1914 in Koblenz
Mutter Rosa Winter *2.5.1890 in Rheydt; ✡ 1942 Riga
Scheidung der Eltern
Geschwister –
Beruf Praktikantin
Adressen Konstanz; Mönchengladbach, Albertusstraße 54; Gut Winkel, Spreenhagen
Heirat 12.4.1939 Sally Rose*11.3.1911 in München Gladbach
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Sally Rose im Makkabi Gladbach als Fußballtorwart und Boxer

1936 als Teilnehmer beim Makkabi-Sportfest in Köln
8.2.1939 Hilde Stern abgemeldet aus Konstanz nach Frankreich
Gut Winkel
12.4.1939 Heirat mit Sally Rose
13.4.1939 Sally Rose abgemeldet zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
17.5.1939 Sally und Hilde Rose in Gut Winkel

September 1939 auf der Residentenliste von Gut Winkel
Arbeitseinsatzlager
5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“
Zwischen Juni 1941 und der Fabrikaktion im März 1943 bestand Gut Winkel als Arbeitseinsatzlager
Riga
8.12.1941 zweite Ehe der Mutter mit Nathan Norbert Neuhaus (*12.4.1883 in Bremke)
November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo
Sammellager Viehhallen Schlachthof Düsseldorf
11.12.1941 Rosel und Norbert Neuhaus deportiert mit 1007 Juden aus Düsseldorf, Duisburg, Krefeld, Mönch.-Gladbach nach Riga
13.12.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga;
New York
20.2.1942 Einreise des Vater in New York
Fabrikaktion – Räumung von Gut Winkel – 31. Osttransport
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.
Räumung von Gut Winkel

1.3.1943 Sally und Sara Rose mit 19 Chaluzim aus Gut Winkel auf dem 31.Osttransport Berlin Auschwitz

Gedenken
Stolpersteine in Mönchengladbach, Albertusstraße 54 für
Regina Rebekka Bamberger, geb. Levy, Jg. 1877, deportiert 1942 Theresienstadt, ermordet in Izbica
Siegfried Bamberger, Jg. 1884, deportiert 1942, ermordet in Izbica
Caroline Rose, geb. Gottschalk, Jg. 1877, deportiert 1942, ermordet in Izbica
Sally Rose, Jg. 1911, deportiert 1941, ermordet in Auschwitz
Amalie Tykoschinski, Jg. 1888, deportiert 1942, ermordet in Izbica
Harry Tykoschinski, Jg. 1927, deportiert 1942, ermordet in Izbica
Anneliese Tykoschinski, Jg. 1924, deportiert 1942, ermordet in Izbica
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076341
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11253541
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212453
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de950759
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1141318
https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Helene%20Rose%22%7D
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316