Rose Sally

Sally Rose

*11.3.1911 in München Gladbach

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Rose*14.3.1873 in Rheydt; ✡ 12.10.1933 in München-Gladbach

Mutter Karoline Gottschalk *31.3.1877 Glesch/Bergheim; ✡ 1942 Izbica

Tante Julia Rose *15.2.1871 in Rheydt; ✡ 5.2. 1943 Auschwitz; oo Hermann Rosen

Onkel Hermann Rosen *25.4.1868 in Gladbach; ✡ 5.2. 1943 Auschwitz

Großeltern Levi Gottschalk (1844-1930) und Helena Wolff (1844-1930)

Geschwister

Elfriede Rose *10.10.1909 in Gladbach; oo 1937 Arthur Wenglowitz *16.5.1915 in Breslau

Erich Rose *13.11.1918 in München-Gladbach; ✡ ?

Helene Leni Rose *26.3.1920 in München-Gladbach; ✡17.12.2021 Mesquite Texas; oo 2.6.1942 Werner Bendorf (*27.1.1921, 27.3.1990)

Beruf Metzgergeselle

Adressen Mönchengladbach, Hindenburgstraße 215a, Albertusstraße 54; Gut Winkel, Spreenhagen

Heirat 12.4.1939 Hilde Stern *14.7.1915 in Koblenz; ✡ 4.3.1943 in Auschwitz

Kinder

Weiterer Lebensweg

 Sally Rose im Makkabi Gladbach als Fußballtorwart und Boxer

1936 als Teilnehmer beim Makkabi-Sportfest in Köln

20.9.1937 Einreise von Schwester Elfriede und Artur Wenglowitz in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS, wobei Elfriede als Ehefrau einreist (Kategorie D)

9.1.1939 Umzug mit der Mutter von der Hindenburgstraße 215a in die Albertusstraße 54

31.1.1939 Emigration der Schwester Helene Rose nach Arnheim

8.2.1939 Hilde Stern abgemeldet aus Konstanz nach Frankreich (?)

Gut Winkel

12.4.1939 Sally Rose heiratet Hilde Stern

13.4.1939 Sally Rose abgemeldet zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.

17.5.1939 Sally und Hilde Rose in Gut Winkel

September 1939 auf der Residentenliste von Gut Winkel

Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Zwischen Juni 1941 und der Fabrikaktion im März 1943 bestand Gut Winkel als Arbeitseinsatzlager

Fabrikaktion – Räumung von Gut Winkel-31. Osttransport Berlin Auschwitz

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz deportiert, um den Arbeitskräftebedarf im Nebenlager Buna zu decken.

Räumung von Gut Winkel

1.3.1943 Sally und Sara Rose mit 19 Chaluzim aus Gut Winkel auf dem 31.Osttransport Berlin Auschwitz

Düsseldorf – Izbica

23.2.1942 Einweisung der Mutter in das Judenhaus Hindenburgstraße 360

21./22.4.1942 Deportation der Mutter Karoline aus Mönchengladbach ab Düsseldorf nach Izbica zusammen mit der Familie von Amalie Tykoschinski

Nachkriegszeit

1946 Schwester Leni mit Ehemann Werner Bendorf und den Kindern nach New York

Gedenken

Stolpersteine in Mönchengladbach, Albertusstraße 54 für

Regina Rebekka Bamberger, geb. Levy, Jg. 1877, deportiert 1942 Theresienstadt, ermordet in Izbica

Siegfried Bamberger, Jg. 1884, deportiert 1942, ermordet in Izbica

Caroline Rose, geb. Gottschalk, Jg. 1877, deportiert 1942, ermordet in Izbica

Sally Rose, Jg. 1911, deportiert 1943, ermordet in Auschwitz

Amalie Tykoschinski, Jg. 1888, deportiert 1942, ermordet in Izbica

Harry Tykoschinski, Jg. 1927, deportiert 1942, ermordet in Izbica

Anneliese Tykoschinski, Jg. 1924, deportiert 1942, ermordet in Izbica

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076341

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11253541

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212453

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de950759

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1141318

https://www.moenchengladbach.de/fileadmin/user_upload/Stadtarchiv-Stadtgeschichte/Stolpersteine/Albertusstra%C3%9Fe_54.pdf

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Helene%20Rose%22%7D

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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