Jonas Ursula

Ursula Jonas

*6.2.1925 in Düsseldorf; ✡ 22.7.2009 in Cedar Grove, Essex, New Jersey

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos, USA

Religion jüdisch

Vater Alfred Jonas *2.3.1886 in Dortmund; ✡8.1.1938 in Den Haag

Mutter Hedwig Coppel *19.11.1894 in Düsseldorf; ✡2.11.1942 in Auschwitz

Geschwister

Lieselotte Jonas *30.4.1920 in Düsseldorf; ✡8.10.2000 in Kalifornien; oo Lou Boas (1917-1998)

Erich Jonas *6.2.1925 in Düsseldorf; ✡31.3.1944 in Auschwitz

Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin, Gartenbau; Näherin; Verkäuferin im Kaufhaus Bijenkorf

Adressen Düsseldorf; Bodegraven, Oranjestraat 120; Catharinahoeve in Gouda

Heirat 12/1952 mit Claus Albert Wertheim *22.6.1927 in Berlin

Kinder fünf

Eric Wertheim *29.9.1955 in East Orange; ✡19.10.2007 in Iowa; oo Karen Rule

Weiterer Lebensweg

21.8.1936 Ursula Jonas von Düsseldorf nach Den Haag

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

13.12.1941 Ursula Jonas von Bodegraven zur Hachschara nach Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.

Ursula Jonas überlebt als „onderduiker“ im Versteck

Kamp Westerbork

Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.

28.10.1942 Mutter Hedwig mit dem Zwillingsbruder Erich eingewiesen ins Kamp Westerbork

30.10.1942 Mutter Hedwig mit dem Zwillingsbruder Erich auf dem Transport ab Station Hooghalen nach Auschwitz

Nachkriegszeit

7.11.1945 Ursula Jonas in Bodegraven

14.7.1948 Ursula Jonas auf der SS NIEUW AMSTERDAM von Rotterdam nach New York

Dezember 1952 Heirat mit Claus Albert Wertheim in New Jersey, USA

Gedenken

Quellen

https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130312732

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130312719

https://www.myheritage.de/research

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130312718

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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