Sander Grete

Margarete Grete Sander

*19.3.1927 in Hurl, Rees ; ✡12.2.1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Max Sander *12.7.1891in Empel; ✡6.4.1943 Theresienstadt

Mutter Erna Salomon *14.12.1897 in Hamm/Sieg; ✡ 1991 Haifa

Geschwister Erich Sander *11.9.1924 in Millingen, Empel, Niederhein; ✡ 31.12.2017 in Haifa

Beruf Schülerin

Adressen Oberhausen, Alsenstraße 61; Jan Lutmastraat 2, Groningen

Heirat ledig

Kinder

Weiterer Lebensweg

Kindertransport

7.12.1938 Margarete Sander mit Bruder Erich aus Oberhausen nach Amsterdam

7.12.1938 Quarantine Amsterdam, Zeeburgerdijk 321

10.1.1939 beide Geschwister I.G.K.R. Liesbosch, Moerdijkse Postbaan 18/Steenmansweg, Leur

3.4.1939 beide Geschwister Huize Kraaybeek, Hoofdstraat 63, Driebergen

28.7.1939 Margarete nach Rotterdam

 12.1939 Margarete nach Groningen zu Famile Polak Jan Lutmastraat 2, Groningen

Joodse Werkdorp Nieuwesluis

28.111939 Erich Sander zur Hachschara ins Werkdorp Wieringen, Nieuwesluizerweg 42,

Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

10.9.1941 Erich Sander aus Wieringen zur Hachschara nach Gouda Jeugdfarm Catharinahoeve

Jeugdhuis Plantage Franschelaan 13 in Amsterdam

23.11.1942 Erich Sander abgemeldet aus Gouda nach Amsterdam, Pl. Franschelaan 13

Flucht nach Frankreich

20.5.1943 Aufruf für Bruder Erich zum Transport ins Kamp Westerbork

Kurt Hanemann organisiert die Schleuseraktion für Erich Sander, Alfred Dubowski, Max Kellner und Emil Glücker.

Vor seiner Abreiset besucht er noch seine Schwester Grete in Groningen in der Pflegefamilie Polak, um sie auf die Flucht mitzunehmen; Grete lehnt ab, da sie sich in der Familie Polak wohl fühlt.

Bericht von Erich Ehud Sander

„8.2.1944 Pyrenäenpassage von Bruder Erich mit einer großen Flüchtlingsgruppe

Alija auf der SS GUINEE

55 Hechaluz Mitglieder gingen am 27. Oktober 1944 in Cadiz an Bord des Schiffes „Guinée“ und erreichten am 4. November den Hafen von Haifa.

Oberhausen- Düsseldorf- Theresienstadt

21.7.1942 beide Eltern aus Oberhausen ab Düsseldorf auf Transport VII/1 nach Theresienstadt

6.4.1943 Tod des Vaters in Theresienstadt

Kamp Westerbork

Das im Oktober 1939 von den niederländischen Behörden eröffnete Vluchtelingenkamp Westerbork in Drenthe wurde am 1. Juli 1942 von der SS als „Polizeiliches Judendurchgangslager“ übernommen. Es diente fortan der Erfassung, der Internierung und als Abgangsort der Massentransporte aus den Niederlanden nach Auschwitz und Sobibor sowie 1944 ins Sternlager Bergen-Belsen und nach Theresienstadt. Zunächst erfolgten die Deportationen von der Station Hooghalen aus, bevor im November 1942 das Kamp an das Gleisnetz angeschlossen wurde.

4.2.1943 Margarete Sander  mit ihrer Pflegefamilie Polak in Groningen verhaftet

4.2.1943 eingewiesen in das Kamp Westerbork

12.2.1943 Margarete Sander auf dem Transport von Westerbork nach Auschwitz

Nachkriegszeit

16.5.1946 Mutter Erna Sander im DP Camp Deggendorf

20.12.1946 Ankunft der Mutter Erna von Bremerhaven nach New York

Gedenken

6.7.1955 Pages of Testimony von Ehud Sender für den Vater und Schwester Grete

7.12.2012 Stolpersteine für Grete, Erich und die Eltern in Oberhausen, Alsenstraße 61

2014 Stolperstein für Schwester Grete in Groningen

Quellen

https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf

https://dokin.nl/deceased-children/Margarete-Sander-born-19-Mar-1927

https://www.myheritage.de/research

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5078332

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de958658

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de958664

Gedenkhalle | Oberhausen

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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