Karah Tal
*3.5.1916 in Den Haag; ✡ ?
Staatsangehörigkeit –
Religion jüdisch
Vater Baruch Chaim Tal *13.2.1886 in Arnhem; ✡14.1.1928
Heirat der Eltern 5.2.1913
Mutter Sophia Debora de Jongh *10.10.1888 Den Haag; ✡23.3.1983 Amsterdam
Onkel Oberrabbiner Justus Tal
Schwestern
Marjo Tal *15.1.1915 in Den Haag; Konzertpianistin; ✡26.8.2006 Jerusalem
Betty Niza Tal *21.8.1920 in Den Haag
Beruf Landwirtschaftliche Praktikantin; Kinderbuchautorin
Adressen Den Haag; Amsterdam Breestraat 172; Catharinahoeve in Gouda
Heirat Moshe Laufer *9.11.1920
Heirat Benjamin Toren
Heirat Feder
Kinder
Margalit Naomi Laufer *18.1.1947 in Tiberias
Sohn Feder
Weiterer Lebensweg
Weiterer Lebensweg
14.1.1928 Tod des Vaters
1.8.1933 Umzug mit der Mutter und Geschwistern nach Amsterdam, Breestraat 172; hier wohnte auch der Vormund David Cohen
Vormund David Cohen war 1941-1943 mit Abraham Asscher Vorsitzender des Joodsche Raad
Ru Cohen, der Gründer und Leiter der Deventer Vereniging tor Vakopleiding war sein jüngerer Bruder
Besuch des Barleus Gymnasium in Amsterdam
Ab 1935 Karah Tal Sekretärin der JJF Joodse Jeugfederatie Hanoar
Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda
1937 Karah Tal aus Amsterdam zur Hachschara nach Gouda
18.10.1939 Schwester Bettie von St. Albans, England zur Hachschara nach Gouda
Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich
durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl
von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.
Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.
1939 Karah Tal abgemeldet aus Gouda nach Gorssel, Jeugdherberg de kleine Haar
Durch eine vom Krankenhaus Gouda angeordnete Quarantäne wegen einzelner stationär behandelter Durchfallerkrankungen als Ausdruck einer Dysenterieendemie im Lager können die für April vorgesehenen Deportationen noch für acht Wochen aufgehalten werden. Shoshana Litten sucht entgegen der Anweisung der Vorstandsvorsitzenden für die Chaluzim Versteckplätze. Daraufhin tauchen viele unter.
Karah Tal überlebt als onderduiker im Versteck
Pyrenäen-Passage
1942 Schwester Betteke Tal geht sie als onderduiker ins Versteck; sie wird vom Westerweel Netzwerk durch Frankreich nach Spanien geschleust
25.7.1944 Der Übergang über die Pyrenäen gelingt erst im vierten Anlauf. Zur Gruppe gehören neben 25 Franzosen 13 Chawerim aus den Niederlanden: Fiet Andriessen, Betty Britz, Lodi Cohen und Lilo Spiegel (-Cohen), Heinz Durlacher und Ruth Durlacher, Emil Glücker, Ludi Goldwein, Benjamin Jürgen Hermann, Rivka Roos, Lore Süsskind, Betteke Tal und Flora de Vries.
Nach dem Übergang in Internierung in Lerida und noch im Juli nach Barcelona
27.9.1944 Ausstellung des Identity Certificate in der britischen Botschaft in Barcelona
Alija auf der SS GUINEE
Oktober 1944 erhielten die Palästina-Pioniere in Spanien von der britischen Mandatsregierung erteilte Einwanderungszertifikate für Palästina.
55 Hechaluz Mitglieder gingen am 27. Oktober 1944 in Cadiz an Bord des Schiffes „Guinée“ und erreichten am 4. November den Hafen von Haifa.
Seit Mai 1943 soll insgesamt 150 Palästina-Pionieren die Flucht aus den Niederlanden über Belgien bis Frankreich geglückt sein. Etwa 80 von ihnen überquerten in von der Toulouser Sektion der AJ organisierten Gruppen seit Februar 1944 die Pyrenäen und gelangten von Spanien aus in das unter britischem Mandat stehende Palästina
27.10.-4.11.1944 Schwester Bettie mit Arbeiter-Zertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS von Cadiz nach Haifa; Internierung im britischen Camp Athlit
14.11.1944 Entlassung der Chaluzim aus dem britischen Camp Athlit
Nachkriegszeit
Alija
1946 Einreise nach Palästina /Israel in Haifa
1952 -1954 in den Niederlanden
Gedenken
–
Quellen
https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf
https://www.myheritage.de/research
https://nl.wikipedia.org/wiki/Karah_Feder-Tal
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528
Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020
Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020
Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002
Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015
Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998
Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767
https://www.gfh.org.il/eng/Archive
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947