Salomon Klara

Klara Salomon geb. Weinberg

*9.3.1891 in Wolbeck, Münster;✡ 24.7.1942 in Maly Trostinec

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Herz Weinberg *4.1.1856; ✡30.7.1903 in Wolbeck

Heirat der Eltern 17.5.1882 in Wolbeck

Mutter Bertha Rebekka Strauss *1857 in Millingen; ✡ 19.11.1898 in Wolbeck

Großeltern Levi Weinberg(*1796 in Telgte-1886) und Sofie Meier

Geschwister

Siegfried Weinberg *23.2.1882 Wolbeck; ✡ 6.5.1915 Colligis; oo Frieda Katz (1880-1930)

Sabine Weinberg *23.4.1884 in Wolbeck; ✡vor 1945 in Riga; oo Wolff

Alex Weinberg *21.7.1885 in Wolbeck; wohnte in Buer, Westf. ✡ 10.11.1914

Louis Weinberg *26.11.1888 in Wolbeck; zweimal verletzt gemeldet im Ersten WK

Beruf

Adressen Wolbeck; Bornheim; Bonn;

Heirat Josef Salomon *17.1.1888 in Hersel, Bonn; ✡ 24.7.1942 in Maly Trostinec

Kinder

Hans Salomon *3.9.1924 in Hersel; ✡ 24.7.1942 in Maly Trostinec

Emil Salomon *19.1.1928 in Hersel; ✡ 24.7.1942 in Maly Trostinec

Weiterer Lebensweg

7.3.1936 Ankunft von Bruder Louis in Tel Aviv auf der SS HALUAN

Minderheitenzählung

17.5.1939 Familie Salomon in Bornheim

Judenghetto in Bonn und Maly Trostinec

30. 4.1941 Beschlagnahme das Kloster „Maria Hilf“ in Endenich, Bonn, Kapellenstraße 6 durch die Bonner Gestapo in der Aktion „Klostersturm“; 140 Benediktinerinnen des Ordens „Zur ewigen Anbetung“ müssen innerhalb von einer Stunde das Kloster räumen.

18.6.1941 erste Zwangseinweisungen der Juden aus der Region, Kloster „Maria Hilf“ wird zum Arbeits- und Wohnlager; Zwangseinweisung der Familien in das Lager Endenich im ehemaligen Kloster an der Kapellenstraße.

20.1.1942 Wannsee-Konferenz zur „Endlösung“

April 1942 von 378 Internierten in der „Kapellenstraße 6“ müssen 93 Männer und 57 Frauen Zwangsarbeit leisten

14.6.1942 Verbringung der Juden aus dem Arbeits- und Wohnlager „Much“ in die „Kapellenstraße 6“

19.7.1942 zwischen 10-15 Uhr Verbringung von 161 Juden aus dem Lager Kapellenstraße 6 nach Köln-Deutz, Westhalle der Messehalle,

Maly Trostinec

Juli 1942 Anordnung der Gestapo Köln an die Landräte in Euskirchen, Bergheim, Siegburg, Gummersbach, Köln und Bergisch-Gladbach alle zu Deportierenden am 19.7.1942, 10-15 Uhr in das Sammellager Westhalle der Messehalle in Köln-Deutz zu verbringen; die Kölner Juden kamen aus dem Lagern Bardenberg, Müngersdorf und Much sowie den Judenhäusern.

 „Wir kehren wieder“, sangen die Kleinen aus dem jüdischen Kinderheim.

20.7.1942 Abfahrt vom Nebenbahnhof Deutz in 3. Klasse-Personenwagen; 1.164 Menschen per Zug Da 219 von Köln nach Minsk deportiert, darunter 118 Kinder aus dem jüdischen Waisenheim St. Apernstraße 29/3

24.7.1942 Nach Ankunft wurde der gesamte Transport auf LKW zu einer, zuvor von russischen Kriegsgefangenen und Minsker Juden ausgehobene 40x5x4 Meter große Grube im Wald von Blagowschtschina gefahren. SS-Leute und Polizisten erschossen alle direkt am Grubenrand.

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957730

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957677

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957568

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de957500

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_rhl_420720.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420720_7.jpg

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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