Saul Münz

*27.10.1912 in Osnabrück
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Eltern unbekannt
Geschwister/Cousin?
Lina Leni Münz, geb. Münz *30.5.1902 in Osnabrück; ✡ 3.3.1998 in Fairfield Connecticut
David Münz *18.4.1904 in Osnabrück; 12.1.1942 Izbica
Beruf –
Adressen Osnabrück; Altkarbe bei Friedeberg;

Heirat Hertha Levy *12.12.1912 in Altkarbe (JJNN); ✡ ?;
Kinder
Abraham Arthur Münz *4.3.1935 in Petah Tikwah
Weiterer Lebensweg
Landwerk Altkarbe
Schwiegervater Siegmund ist Landwirt in Altkarbe und ermöglicht Jugendlichen eine Hachschara auf seinem Hof

Ca 1933 Saul Münz zur Hachschara auf dem Hof in Altkarbe in der Neumark, heute Polen; zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair. Aus Osnabrück sind allein drei Chaluzim nachgewiesen, so Norbert Ehrlich, Horst Engers und Saul Münz.
1935 eine Makkabi Gruppe geht nach Palästina
Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“

21.12.1933 Ausstellung eines Fremdenpass für Saul Münz in Friedeberg
Heirat vermutlich Früjahr 1934 vor der Alija

3.4.1934 Ausstellung eines Fremdenpass für Herta Münz geb. Levy in Friedeberg
23.4.1934 Einreise von Hertha mit Ehemann Saul Münz von Triest nach Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
4.3.1935 Geburt des Sohnes Abraham in Petah Tikwah
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel
17.5.1939 Schwester Gertrud mit Ehemann Karl Hohensee und Tochter Ruth in Altkarbe, Friedeberger Straße
11.1.1939 Emigration der Eltern, Einreise nach Rio de Janeiro
Gut Winkel
Wilhelm Brüll und Else Levy zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
17.5.1939 Wilhelm Brüll und Else Levy im Gut Winkel
Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst.
Im September 1939 ist Else Levy noch auf der Belegungsliste von Gut Winkel geführt
31.7.1947 Einbürgerung in Palästina
Gedenken
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71650449
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de933770
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1616329
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849021
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de849030
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de993627
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316