Walter Zeev Weil
*20.12.1918 in Frankfurt; ✡ 19.9.2016
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Berthold Weil *2.10.1881 in Ittlingen; ✡10.7.1945 in Chicago
Heirat der Eltern 24.11.1913 in Unterreichenbach
Mutter Selma Rosenthal*24.11.1891 in Fischborn; ✡29.11.1968 in Chicago
Geschwister
Ernst Joseph Weil *7.2.1915 in Frankfurt; ✡ 21.6.1985 in Kirjat Bialik
Hans Jack Weil *22.8.1921 in Frankfurt; ✡20.10.2012 in Sawyer, Wisconsin
Beruf –
Adressen Frankfurt; Altkarbe; Willesden
Heirat 1941 in England Ruth Gerson *15.7.1914 in Sonneberg, Thüringen
Weiterer Lebensweg
Novemberpogrom
10.11.1938 Vater Berthold verhaftet

11.11.1938 deportiert in das KL Buchenwald, Häftlingsnummer 21496

26.11.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Buchenwald
November 1938 Walter Weil nach England
Januar 1939 die Eltern Berthold und Selma sowie die Brüder Walter und Jack Weil emigrieren von Frankfurt nach London
29.9.1939 die Eltern Berthold und Selma sowie die Brüder Walter und Jack Weil in Willesden, Middlesex

10.8.1940 beide Eltern und Bruder Hans Weil auf der SS SAMARIA von Liverpool nach New York
Hachschara in Altkarbe
Landwerk Altkarbe
Ca 1934 die Brüder Ernst und Walter Weil zur Hachschara auf dem Hof in Altkarbe in der Neumark, heute Polen; zwischen 1933 und 1936 auf dem Gut Obermühle des jüdischen Landwirts Siegmund Levy. Die Chaluzim kamen zumeist aus dem Makkabi Hazair.
1935 eine Makkabi Gruppe geht nach Palästina
Das Lager wird auf Veranlassung des Reichskriegsministers zum 1.8.1936 durch die Staatspolizeistelle Frankfurt/Oder geschlossen, „da es sich in unmittelbarer Nähe zu militärischen Anlagen befindet. … Die Lagerinsassen wurden in das Umschulungslager in Havelberg untergebracht.“
Alija
1935 Walter Weil mit einer Gruppe von etwa 25 Chaluzim von Altkarbe nach Palästina, zunächst in den Kibbuz Degania A
1938 Gründung von Kibbuz Maayan Zwi durch die Makkabi Gruppe aus Altkarbe in einer „Wall and Tower“-Aktion
1938 Ernst Weil Eintritt in die Haganah
Nachkriegszeit
15.7.1945 Bruder Walter Weil mit Frau Ruth kommt in den Kibbuz
Kibbuz Maayan Zwi für die nächsten Jahrzehnte
Ernst Weil nach Paris, er hatte u.a. den Auftrag, Waffen für die erwarteten Kämpfe gegen die Araber zu beschaffen.
1945-1948 Gerda Berlowitz in Paris als Vertreterin für die Jugend-Alija
Februar 1948 Alija beth von Gerda Berlowitz nach Palästina; vermutlich auf der SS SETTE FRATELLI/LE’KOMMEMIYUT mit 699 Ma’apilm von Frankreich nach Palästina
1949 Heirat von Ernst Weil und Gerda Berlowitz in Maayan Zwi
Später Umzug nach Kiriyat Bialik
Ernst übernimmt die Leitung einer großen LKW-Werkstatt in Haifa
2.4.2006 Tod von Ruth Weil in Maayan Zwi
Quellen
Hubertus Fischer: Hachschara in der Neumark, S. 139
Walter Zeev Weil: Maayan Zwi, in: „Weil Family Collection“, Folder 4, pdf-S. 31–33
Landschulheim Florenz – Wikipedia
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316