
Berta Brandsdorfer
*11.3.1916 in Mannheim; ✡ ?.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Leib Leon Brandsdorfer *26.10.1878 in Brzesko, Galizien
Mutter Anna Riegelhaupt *19.8.1884 in Grybow; ✡ vor 1945 in Polen
Geschwister
Elias Brandsdorfer *21.9.1908 in Grybow/Grünberg
Gittel Brandsdorfer *29.12.1910 in Grünberg; oo Haari; oo Blei
Ruth Brandsdorfer *5.4.1925 in Mannheim; ✡ vor 1945 in Polen
Hans Brandsdorfer *3.8.1926 in Mannheim; ✡ vor 1945 in Polen
Manfred Brandsdorfer *25.12.1927 in Mannheim; ✡ vor 1945 in Polen
Beruf
Adressen Mannheim; Urfeld;
Heirat 9.4.1941 in Haifa mit Jonny Turtel
Kinder
–
Weiterer Lebensweg
23.8.1933 Ausstellung eines polnischen Pass in der polnischen Botschaft in München
Hachschara in Urfeld
1.8.1934 Berta Brandsdorfer aus Gera zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 150 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
1935 Bruder Elias nach Italien
1935 Berta Brandsdorfer unabgemeldet aus Urfeld nach Palästina
6.12.1935 Schwester Gittel abgemeldet nach Palästina
Alija

23.12.1935 Ankunft von Berta Brandsdorfer aufder SS GALILEA von Triest nach Haifain Palästina
Polenaktion
28.10.1938 Abschiebung des Vaters aus Mannheim nach Zbaszyn
Minderheitenzählung
17.5.1939 Mutter Anna mit den Geschwistern Ruth, Hans und Manfred in Mannheim, G7, 20/21
27.6.1939 Mutter Anna mit den Geschwistern Ruth, Hans und Manfred aus Mannheim nach Polen
9.4.1941 Heirat in Haifa mit Jonny Turtel
13.4.1945 Einbürgerung in Palästina
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Slg Zerlett
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History