Charlotte Fischbein
*14.3.1911 in Duisburg; ✡ 5.1.1998 in Florida.
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch

Vater Isaak Fischbein *14.1.1882 in Holyn, Kalusz, Galizien; ✡22.9.1942 in Auschwitz
Mutter Erna Ester Rosenbaum *9.3.1888 in Perechinsko; ✡ 22.9.1942 in Auschwitz
Geschwister
Josef Fischbein *23.4.1905 in Polen; 11/1985 New York
Klara Fischbein *7.4.1906; oo Messing
Oskar Fischbein *18.9.1907 in Polen
Leo Fischbein *14.10.1909 in Duisburg

Emil Fischbein *15.9.1912 in Duisburg; oo Lotte Nathan (*1.5.1915 Hamburg)
Beruf
Adressen Duisburg; Köln; Urfeld; Kiriat Motzkin
Heirat 21.2.1937 in Kiriat Chaim mit Adolf Abraham Braksmajer *5.10.1912 in Berlin; ✡ 8.10.1987
Kinder
–
Weiterer Lebensweg
Ca 1908 Zuzug der Familie von Galizien nach Duisburg
Hachschara in Urfeld
13.8.1935 Charlotte Fischbein aus Köln zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.
Von März 1934 bis April 1940 war
der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 150 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.
Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)
9.12.1935 Charlotte Fischbein abgemeldet aus Urfeld nach Palästina
Alija
1936 Charlotte Fischbein nach Palästina
8.5.1936 Passausstellung in der polnischen Botschaft in Essen für Bruder Emil
8.9.1936 Einreise von Bruder Emil und Frau in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

Heirat 21.2.1937 in Kiriat Motzkin

16.5.-2.6.1954 Charlotte und Abraham Braksmajer auf der SS JERUSALEM von Haifa nach New York

Belgien-Mechelen-Auschwitz
Flucht der Eltern nach Belgien


19.9.1942 Vater Isaak und Mutter Ester auf dem XI. Transport von Mechelen nach Auschwitz
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“
Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)
Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.
https://www1.wdr.de/urfeld100.html
https://beeldbank.kazernedossin.eu
Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 8459); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85.
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://collections.arolsen-archives.org/de
Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume
Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History