Goldenberg Arnold

Arnold Goldenberg

*25.5.1915 In Berlin; ✡ 25.5.1948 in Naharija.

Staatsangehörigkeit polnisch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Samuel Parnes *28.5.1886 in Brody, Galizien; ✡6.2.1940 in Sachsenhausen

Heirat der Eltern 12.9.1910 in Lezno

Mutter Frieda Frimet Moszkowska Goldenberg*10.4.1883 Rzesztow; ✡ 9.5.1943 in Lodz

Geschwister

Rose Goldenberg *25.7.1911 in Berlin: ✡17.3.1964 in Manchester; oo 1941 Jakob Sinai

Siegmund Itamar Goldenberg *24.9.1912 in Berlin; ✡3.4.1976 Tel Aviv; oo Fink; oo Edelman

Max Goldenberg *1912 Berlin; 1986 Paris

Zila Goldenberg *18.3.1917 Berlin; ✡17.9.2002 Kibbuz Alonim; oo Wilhelm Pinner (1914-1979)

Lothar Arie Goldenberg *15.1.1925 in Berlin; ✡1.1.2014 Rehovoz; oo 1947 Shlomit Gaber

Beruf  

Adressen Berlin; Urfeld;

Heirat Miriam Name unbekannt

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

1933 Bruder Siegmund nach Palästina

17.8.1934 Passausstellung für Arnold Goldenberg in Berlin

Hachschara in Urfeld

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13.10.1934 Arnold Goldenberg von Berlin zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war

der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

31.8.1935 Arnold Goldenberg abgemeldet aus Urfeld nach Berlin

Alija

23.12.1935 Einreise von Arnold Goldenberg mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

1940 Eintritt in die Palestinian Police

10.4.1940 Einbürgerung von Arnold Goldenberg in Palästina

14.10.1948 Gründung des Staates Israel, Unabhängigkeitskrieg

25.5.1948 Arnold Goldenberg kriegsgefallen bei Naharija

Mindenheitenzählung

17.5.1939 beide Eltern mit ihren Kindern Lothar und Rosa in Berlin, Prenzlauer Berg, Lottumstraße 23

Zweite Polenaktion

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

Ab dem 7.9.1939 Verhaftung polnisch-stämmiger Männer als feindliche Ausländer

Anfang September1939 Verhaftung des Vaters in Berlin, Polizeigefängnis

13.9.1939 Einweisung in das KL Sachsenhausen

6.2.1940 Tod des Vaters im KL Sachsenhausen

Berlin-Lodz

27.10.1941 von Berlin nach Lodz

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de58340

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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