Tenzer Markus

Markus „Mirtel“ Tenzer

*21.4.1917 in Laufersweiler; ✡ ? in Israel

Staatsangehörigkeit (polnisch) staatenlos

Religion jüdisch

Vater Abraham Moses Tenzer *27.10.1920 in Przemysl vor 1945 in Polen

Mutter Klara Tenzer geb. Rauner *21.7.1894 in Laufersweiler

Geschwister

Hans Tenzer *3.11.1920 in Laufersweiler; ✡2021; oo Ellen Philipsthal *4.7.1923 in Stolp

Beruf  

Adressen Laufersweiler; Urfeld;

Heirat Batia Weil

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

31.8.1934 Markus Tenzer von Laufersweiler zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

Alija

Abschiedsfoto der Familie Karla, Hans, Markus und Abraham Tenzer –
Rückseite „Euch liebe Eltern, zum Abschied und aus Dankbarkeit 13.12.1935“; Co: Synagoge Laupersheim

9.12.1935 Markus Tenzer abgemeldet aus Urfeld nach Palästina

23.12.1935 Ankunft von Markus Tenzer auf der SS GALILEA

Bruder Hans zur Hachschara auf das Gut Wecker bei Rüdnitz

30.8.1937Ankunft von Bruder Hans in Haifa mit einem Studentenzertifikat der Jugendalija der Kategorie B(III)

Polenaktion

28.10.1938 Ausweisung des Vaters nach Zbaszyn

1939 Klara Tenzer nach Polen

Nachkriegszeit

5.4.1949 Heirat in Tel Aviv mit Batia Weil

1977 in Haifa

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/erinnernzukunft/Mitteilungsblatt-EfdZ-2011-Nr-15.pdf

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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