Friedmann Willy

Willy/William Friedmann

*9.4.1909 in Breslau; ✡ 10.6. 1982 in Islington, London

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater  unbekannt

Mutter unbekannt

Geschwister

unbekannt

Beruf Landarbeiter

Adressen Breslau; Hof Jägerslust bei Flensburg; London

Heirat 3.3.1937 in Flensburg Jenny Jaschkowitz *23.3.1914 in Posen; 1991 LOndon

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara-Lehrgut Jägerslust bei Flensburg

März 1936 bis Mai 1937 zur Hachschara in das Lehrgut Jägershof bei Flensburg

Der Hof gehörte der Familie von Käthe und ihrem Sohn Alexander Wolff (1891-1984); er war mit 77 Hektar der zweitgrößte in der Region Flensburg

Herbst 1934 Beginn der Hachschara-Ausbildung mit 12 Praktikanten; bis 1938 wurden hier etwa 100 Chawerim ausgebildet.

1935 kommt Jitzchak Skedi (1912-1982) als Sjalach des Kibbutz Givat Hashlosha auf den Hof, um Hachschara und Alija-Aktivitäten zu unterstützen.

1936 Bau eines Wohnhaus für die männlichen Arbeiter, womit die Kapazität auf 25 erhöht wird

Mai 1937 Wiily und Jenny Friedmann abgemeldet aus Flensburg

Novemberpogrom

10.11.1938 Willy Friedmann verhaftet im Novemberpogrom, vermutlich in Breslau

Eingewiesen in das KL Buchenwald, Häftlingsnummer 28422

4.12.1938 Entlassung aus dem KL Buchenwald

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 zu diesem Datum sind Willi und Jenny Friedmann in Deutschland nicht mehr erfasst.

Britischer Census

29.9.1939 William und Jenny Friedmann in Musgrove Farm Office, Trull Road, Taunton, Somerset auf der Milchfarm der Familie von Samuel Pidgeon

Nachkriegszeit

1945 – 1947 Wohnadresse 13 a Upper Park Road London

1947 gibt das Ehepaar Bloch bei ihrer Emigration aus London Willy Friedman als Kontaktadresse an

Gedenken

Quellen

http://danielabraham.net/tree/related/hachshara/

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5894734

Philipsen, Bernd (2008): Jägerslust. Gutshof, Kibbuz, Flüchtlingslager, Militär-Areal. Schriftenreihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (69). Flensburg.

Philipsen, Bernd (2016):„Dat Judennest hebbt wi utrökert.“ Vom gewaltsamen Ende des Auswanderer-Lehrguts Jägerslust bei Flensburg. In: Hering, Rainer (Hg.) (2016): Die „Reichskristallnacht“ in Schleswig-Holstein. Der Novemberpogrom im historischen Kontext. Hamburg, S. 231-25

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4092136

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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