Fritz Aki Schmuel Schleyer
*11.1.1917 im Jüdischen Krankenhaus in Berlin; ✡ 30.10.2000 in Migal, Kinneret, Israel;
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Dr. med. Heinrich Chaim Schleyer *12.3.1873; ✡ 28.7.1954 in Kinneret
Heirat der Eltern in Barntrup, Alverdissen
Mutter Ida Arensberg *29.12.1881 in Barntrup; ✡ Juni 1965 in Haifa
Geschwister
Otto Schleyer *6.6.1904 in Extertal; ✡19.9.1959 Haifa; oo Ruth Levi
Elisabeth Schleyer *2.12.1905 in Extertal; ✡ 25.12.1997 Jerusalem; oo Heinz Hochfeld
Gustav Gerson Schleyer *9.11.1907 in Extertal; ✡?12.12.1993 Haifa; oo Lotte Heineberg
Zeev Walter Schleyer 12.11.1912 in Extertal; ✡ 15.4.2002 in Jerusalem; oo Susi Wolf
Reinhard Reuven Schleyer *8.12.1914 in Extertal; ✡2.12.1979 in Migdal
Ernst/Eliezer Schleyer *10.6.1919 in Bösingfeld, Lippe; ✡ 12.8.1994; oo Zyskind; oo Nadav
Beruf Praktikant
Adressen Bösingfeld; Stuttgart, Gartenstraß 30;
Heirat
4.2.1942 in Herzlia mit Mina Auerbach *10.3.1913 oder 1907; 6.4.1994
Kinder fünf
David Schleyer/Shilo
Avital Schleyer
Joram Schleyer
Weiterer Lebensweg
Bruder Reinhard zur Hachschara in Gut Winkel und Heilbronn
Das jüdische Umschulungslager Hof Wecker in Rüdnitz
Fritz Schleyer zur Hachschara in das jüdische Umschulungslager Hof Wecker beim Bahnhof in der Bahnhofstraße in Rüdnitz bei Bernau. Der Hof Wecker in Rüdnitz, gelegen an der Bahnlinie Berlin Eberswalde in Rüdnitz war im Besitz der Familie Schocken. Leiter war Erich Marx. Die Eheleute Chane und Robert Emmerich sind als Köchin und Hausmeister angestellt.
Es bestand von 1933 bis 1941 und war somit eines der ersten zionistischen Hachscharalager der Jüdischen Jugendhilfe in Brandenburg.
Er verlässt den Hof Wecker, um seine Hachschara im Beth Chaluz in Nürnberg fortzusetzen.
Hachschara im Beth Chaluz Stuttgart
Seit Mitte der 1930er Jahre befand sich im Gemeindehaus der jüdischen Gemeinde Stuttgart in der Gartenstraße 30 ein Lehrlingsheim, auch Beth Chaluz genannt.
1937/1938 war hier Martin Studinski Madrich; zuvor im Kibbuz Jägerslust und Urfeld
Novemberpogrom
10.11.1938 Bruder Ernst in Stuttgart, Gartenstraße 30 mit einer Gruppe von acht dort wohnenden etwa gleichaltrigen Juden aus ganz Deutschland verhaftet (Kibbuz-Wohngemeinschaft); sie werden ins Polizeigefängnis in der Büchsenstraße gebracht
13.11.1938 Internierung im KL Dachau, Häftlingsnummer 24196
23.12.1938 Entlassung aus dem KL Dachau
Alija
1934 Bruder Gustav nach Litauen
1935 Bruder Gustav nach Palästina
Nov. 1936 beide Eltern nach Palästina
10.9.1937 Passausstellung in Berlin
1938 Schwester Elisabeth und Heinz Hochfeld nach Palästina
28.2.1939 Einreise von Ernst Schleyer in Haifa mit einem Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS
Alija Beth
Herbst 1939 Fritz Schleyer mit Bruder Reinhard nach Palästina
Bruder Ernst Schleyer schreibt:
„Reinhard (Ruben) und Fritz (Shmu’el oder Aki) kamen mit Reinhards Frau Helga, geborene Blumenfeld, aus Paderborn, nur wenige Wochen später (1939), aber bereits illegal in Israel an, da inzwischen der Krieg begonnen hatte. Nun waren alle Familienmitglieder in Israel.“
Nachkriegszeit
–
Gedenken
–
Quellen
https://www.juden-im-extertal.de/Schleyer_Buch.pdf
Die jüdische Familie Schleyer, Biografie von Eliezer (Ernst) Schleyer, Ashdot-Jaakov Meuchat, Israel 1988, übersetzt von Rebecca Stolz, 2012, hg. v. Bernd Heise
https://www.mappingthelives.org
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316