Max Lindenstraus
*7.13.1910 in Dubeningken, Goldap; ✡ 6.3.1945 in Vaihingen/Enz (zu Natzweiler)
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Jacob Lindenstraus *20.4.1872 in Mewe; ✡19.5.1944 in Auschwitz
Mutter Hedwig Cohn *25.4.1873 in Lautenburg, Masuren;Theresienstadt
Onkel/Tante
Adolf Aron Lindenstraus *17.12.1873 in Mewe; ✡1942 in Riga
Hedwig Lindenstraus *12.3.1881 in Mewe; ✡1942 in Auschwitz; oo Litwack
Geschwister
Liesbeth Lindenstraus *14.9.1908 in Dubeningken; ✡19.5.1944 Auschwitz
Beruf Landarbeiter
Adressen Dubeningken; Berlin; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Erika Ruth Conitzer *21.8.1919 in Gosslershausen; ✡März 1943 in Auschwitz
Kinder
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
Max Lindenstraus und Erika Ruth Conitzer nach dem September 1939 zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.
Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Max Lindenstraus bei den Eltern und Schwester Liesbeth in Dubeningken
17.5.1939 Ruth Conitzer bei den Eltern Aron und Gertrud in Berlin, Wedding
September 1939 Max und Ruth nicht auf den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Ab Juni 1941 war Gut Winkel Arbeitseinsatzlager.
Deportation

7.7.1942 beide Eltern und Schwester Liesbeth auf dem Transport I/17 von Berlin, Grenadierstraße nach Theresienstadt

16.5.1944 Vater Jacob und Schwester Liesbeth auf dem Transport E a von Theresienstadt nach Auschwitz
Fabrikaktion – 31. Osttransport nach Auschwitz
1943 noch etwa 20 Chawerim im Arbeitseinsatzlager Gut Winkel, Spreenhagen
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
27.2.1943 Räumung des Arbeitseinsatzlagers Gut Winkel; Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:
„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“
1.3.1943 Max und Ruth aus Gut Winkel auf dem 31. Osttransport mit 1838 Juden von Berlin nach Auschwitz; unter den 19 Chawerim sind 8 Ehepare
Bei der Ankunft an der Rampe von Auschwitz werden 677 Frauen und Männer zur Zwangsarbeit ins Lager selektiert; vergeben werden die Häftlingsnummern: 36546 – 36930 (385 Frauen) und 104598 – 104889 (292 Männer). Von den 19 Chawerim erhalten nur 4 eine Häftlingsnummern
Heinz Kosiner 104787, Max Lindenstraus (Nr. 104…?), Arno Michlowitz 104837, Rudi Moses 104831
Natzweiler
16.11.1944 Max Lindenstraus auf dem Transport von Auschwitz in das Außenlager Hailfingen des KL Natzweiler

6.3.1945 Tod von Max Lindenstraus in Vaihingen/Enz, Außenlager des KL Natzweiler-Struthof
Gedenken
Mehrere Pages of Testimony für die Familie Lindenstraus von Verwandten
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212452
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/77643497
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108538
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108539
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108619
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108445
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1108414
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1109508
https://victims.auschwitz.org/victims
Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316