Rager Ursel

Ursel Rager

*14.5.1924 in Berlin; ✡ 30.11.1941 in Riga Rumbula

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Martin Rager*23.8.1881 in Berlin; ✡ 30.11.1941 in Riga Rumbula

Mutter Alice Bieber *17.3.1898 in Elbung; ✡ ?

Geschwister

Heinz Rager *2.8.1921 in Berlin; ✡

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin, Lessingstraße 6; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

15.5.1939 Ursel Rager mit einer Gruppe jüdischer Mädchen aus Berlin zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen (u.a. Elfriede Aschkenasy, Ruth Gänger,

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

19. Juni 1941 Auflösung Gut Winkel wird vom Hachschara- zum Arbeitseinsatzlager

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung der noch bestehenden in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager“

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Ursel Rager in Gut Winkel, Spreenhagen

17.5.1939 Vater Martin mit Bruder Heinzin Berlin, Holsteinisch Straße 43

August 1939 Bruder Heinz nach England

Kindertransport

10. 8.1939 Ursel Ragner mit einer GEF-Gruppe /Gefährdete Kinder von 11 Fünfzehnjährigen aus den Hachscharalagern Schniebinchen (5), Steckelsdorf (1) und Gut Winkel (6) auf der Transportliste für 28. England-Transport ab Berlin über Bentheim, Hoek van Holland nach Harwich. Dora Schmerzler und Ursel Rager sind zurückgetreten.

Rigaer Blutsonntag

27.11.1941 Ursel, Vater Martin und Mutter Alice Rager auf dem Transport von Berlin nach Riga

30.11.1941 Rigaer Blutsonntag, Massenerschießung von 14000 lettischen Juden im Wald von Riga-Rumbula; noch zuvor waren die 1053 Berliner Juden des ersten Riga-Transportes vom Rangierbahnhof Šķirotava in den Wald geführt und erschossen worden; Tod von Ursel mit ihren Eltern

Gedenken

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11207197

https://victims.auschwitz.org/victims

Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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