Goldenthal Heinrich

Heinz Goldenthal/Harry Grant

*23.7.1924 Berlin; ✡ ?

Staatsangehörigkeit staatenlos

Religion jüdisch

Vater Hersch Hermann Goldenthal *26.6.1884 in Brody; ✡ 28.12.1940

Mutter Else Brock *7.11.1889 in Berlin; ✡ vor 1945 in Auschwitz

Tante ChajeGuste Landy Goldenthal *17.10.1889 in Brody; ✡22.10.1942 in Riga

Geschwister

Rita Goldenthal *23.9.1922 in Berlin; ✡ 1944 in Auschwitz

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin Neukölln, Oranienstraße 195; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

14.6.1939 Heinz Goldenthal mit einer Gruppe polnischstämmiger Jungen aus Berlin zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Heinz mit den Eltern und Schwester Rita Goldenthal in Berlin Neukölln, Oranienstraße 195

Kindertransport

10. 8.1939 Heinz Goldenthal mit einer GEF-Gruppe /Gefährdete Kinder von 11 Fünfzehnjährigen aus den Hachscharalagern Schniebinchen (5), Steckelsdorf (1) und Gut Winkel (6) auf dem 28. England-Transport ab Berlin über Bentheim, Hoek van Holland nach Harwich. Dora Schmerzler und Ursel Rager sind zurückgetreten.

Zweite Polenaktion

1.9.1939 Überfall der Wehrmacht auf Polen

7.9.1939 Anweisung des RSHA, alle polnischstämmigen Juden und polnische Verbandsfunktionäre als feindliche Ausländer festzunehmen

Vater verhaftet

28.12.1940 Tod von Vater Hersch (in Sachsenhausen?)

Deportationen

Berlin – Riga

19.-22.10.1942 Tante Gusti Landy auf dem 42 Osttransport von Berlin nach Riga

22.10.1942 Massenerschießung des gesamten Berliner Transportes im Hochwald von Biekernieki

Fabrikaktion – 34. Osttransport nach Auschwitz

20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“

März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.

Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße

4.3.1942 Mutter Else Goldenthal auf dem 34. Osttransport nach Auschwitz

Berlin – Auschwitz

17.5.1943 Schwester Rita mit einer Gruppe von 10 Pflegeschülerinnen aus dem jüdischen Krankenhaus Iranische Straße auf dem 38. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Nachkriegszeit

21.11.1947 Publikation der Einbürgerung als British Citizen in The London Gazette

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1084787

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1057574

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1098563

https://victims.auschwitz.org/victims

Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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