Bildstein Manfred

Manfred Bildstein

*13.7.1924 in Schweinfurt; ✡ vor 1945 in Krasnystaw

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Gerhard Bildstein *23.8.1899 in Obbach, Schweinfurt; ✡ vor 1945 in Krasnystaw

Mutter Else Bloch *28.12.1891 in Randegg; ✡ vor 1945 in Krasnystaw

Geschwister

Beate Bildstein *10.5.1927 in Obbach, Schweinfurt; ✡ vor 1945 in Krasnystaw

Julius Bildstein *19.11.1932 in Obbach, Schweinfurt; ✡ vor 1945 in Krasnystaw

Cousin (Eltern Gustav und Flora Bildstein)

Adolf Bildstein *18.7.1928 in Obbach, Schweinfurt; ✡ vor 1944 in Sobibor

Beruf Landarbeiter

Adressen Schweinfurt Obbach Nr. 39; Gut Winkel, Spreenhagen

Heirat –

Kinder –

Weiterer Lebensweg

1900 Die Gebrüder Bildstein betrieben in Obbach ein Manufakturwarengeschäft

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Manfred Bildstein mit beiden Eltern und den Geschwistern Julius und Beate in Schweinfurt Obbach, Nr. 39

17.5.1939 Adolf Bildstein in Zauch-Belzig, Beelitz, Dauerheim für jüdische Schwachsinnige

Gut Winkel

Manfred Bildstein zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

Belegungsliste September 1939

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager oder Forst-und Ernteeinsatzlager“

1942 Ghetto Krasnystaw

7.2.1942 noch 36 Juden registriert in Obbach.

22.4.1942 Verbringung der Familie Bildstein, insgesamt 30 Juden aus Obbach nach Würzburg

27.4.1942 Transport aus Würzburg nach Krasniczyn

Dauerheim für jüdische Schwachsinnige

Cousin Adolf Bildstein nach Berlin Weissensee, »Dauerheim für jüdische Schwachsinnige« in der Wörthstraße 20; 1901 gegründet als erste jüdische Arbeiterkolonie in Deutschland, Träger der Einrichtung war der Verein »Jüdische Arbeiterkolonie und Asyl in Weißensee bei Berlin«; ab 1923 »Dauerheim für jüdische Schwachsinnige«, das erwachsene Behinderte aufnahm, die aus der »Israelitischen Erziehungsanstalt für geistig zurückgebliebene Kinder in Beelitz (Mark)« entlassen worden waren. Die Erwachsenen Bewohner konnten auf freiwilliger Basis in der Gärtnerei, in der Schneiderei oder im Haushalt der Anstalt arbeiten

April 1939 Zwangsverkauf der Siedlung an die Stadt Berlin

Berlin – Sobibor

13.6.1942 Cousin Adolf aus dem Heim in Beelitz auf dem Transport von Berlin nach Sobibor

Gedenken

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1187133

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de842688

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de842692

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11194774

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11223318

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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