Berger Heinz

Heinz Berger

*29.8.1924 in Berlin; ✡ 25.11.1941 in Fort IX in Kauen

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Leopold Berger *8.7.1887 in Berlin; ✡ 31.1.1941 in Berlin

Mutter Johanna Krohn *1.5.1993 in Berlin; ✡ 25.11.1941 in Fort IX in Kauen

Geschwister –

Beruf Landarbeiter

Adressen Berlin Tiergarten, Flensburger Straße 20 ; Gut Winkel, Spreenhagen; Krieschow-Wiesendorf; Rüdnitz

Heirat –

Kinder –

Weiterer Lebensweg

Ostern 1931 Einschulung Volksschule, Berlin, Tempelhof

1936 Schulwechsel nach Umzug

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Heinz Berger mit beiden Eltern in Berlin Tiergarten, Flensburger Straße 20

Hof Wecker

Heinz Berger zur Hachschara auf Hof Wecker in Rüdnitz

Gut Winkel

Heinz Berger zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

5.7.1941 behördliche Anordnung zur Auflösung der Hachschara-Lager; Umbenennung in „Jüdisches Arbeitseinsatzlager oder Forst-und Ernteeinsatzlager“

Rittergut Eichow bei Krieschow, Vetschau „Neue Feldschneidemühle“

Bis 1941 Hachscharalager; Heinz Berger ab Sommer 1941 Arbeitseinsatzlager, gesteuert durch das Arbeitsamt Cottbus

31.1.1941 Tod des Vaters in Berlin

Massenerschießung im Fort IX Kauen

28.10.1941 „große Aktion“, Massenerschießung im Fort IX  9000 Litauer Juden, die Hälfte davon Kinder

17.11.1941 Die Züge aus Berlin Da 26 (17.11.), München (20.11.), Frankfurt/Main (22.11.), Wien (23.11.) und Breslau (25.11.) wurden nicht wie ursprünglich vorgesehen nach Riga, sondern ins litauische Kowno geleitet.

25.11.1941 nach Ankunft der Juden aus Frankfurt/Main Massenerschießung zusammen mit den zuvor Eingetroffenen aus Berlin und München, insgesamt 2934 Juden durch das Einsatzkommando 3 der Einsatzgruppe A des Befehlshabers der Sicherheitspolizei und des SD wurden insgesamt 2934 Menschen im Fort IX außerhalb der Stadt erschossen.

25.11.1941 Tod von Heinz Berger und seiner Mutter Johanna bei Massenerschießung im Fort IX in Kauen

29.11.1941 Massenerschießung der 2000 Juden der Transporte aus Wien und Breslau im Fort IX in Kauen

Gedenken

–

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12648471

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11222676

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1041817

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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