Ingeborg Karger
*19.5.1921 in Freienwalde; ✡ 1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit deutsch; staatenlos
Religion jüdisch
Vater Leib Louis Karger *13.12.1868 in Wusterhausen in Freienwalde; ✡ 22.8.1939 in Berlin
Heirat der Eltern 5.6.1916 in Berlin
Mutter Lia Edoldt *5.5.1881 in Körbecke; ✡ März 1943 in Auschwitz
Geschwister
Ruth Karger *21.7.1917 in Freienwalde; ✡ 22.1.2005 in Birmingham ; oo 1941 JacobKrumbein
Stiefbruder Fritz Karger *9.10.1898 in Freienwalde; vor 1945
Beruf Landarbeiter
Adressen Freienwalde; Berlin, Kaiser-Wilhelm-Straße 32; Gut Winkel, Spreenhagen; Friedersdorf
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Ingeborg mit beiden Eltern, Schwester Ruth und Stiefbruder Fritz in Berlin, Kaiser-Wilhelm-Straße 32
Ingeborg Karger zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen
Ingeborg Karger zur Hachschara ins Gut Skaby, Friedersdorf,

September 1939 Ingeborg Karger in Friedersdorf in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
Fabrikaktion
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
27.2.1943 Verbringung der Inhaftierten ins Sammellager nach Berlin, Große Hamburger Straße
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:
„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“

1.3.1943 Ingeborg Karger auf dem 31. Osttransport aus Berlin nach Auschwitz
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1086655
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/71076333
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316