Ruth Namm

*8.8.1908 in Posen; ✡ 5.3.1943 in Auschwitz
Staatsangehörigkeit polnisch
Religion jüdisch
Vater Salomon Namm *27.6.1870 in Posen; ✡ 12.8.1942 in Sachsenhausen
Mutter Minna Reich *18.2.1880 in Wreschen; ✡2.3.1929 in Berlin
Stiefmutter Hertha Spandau *18.7.1893 in Schönfließ; ✡ 26.10.1942 in Riga
Geschwister
Else Namm *12.6.1902 in Posen; ✡ 26.10.1942 in Riga; oo Siegfried Lewy (*1909 in Berlin)
Entfernte Cousine
Erna Namm * 20.11.1915 in Breslau; ✡ März 1943 in Auschwitz
Beruf Fotografin, Landarbeiterin
Adressen Posen; Berlin, Knesebeckstraße 32; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Hermann Braunstein *23.8.1915 in Budapest; ✡ 9.11.1943 in Auschwitz
Kinder
Dan Braunstein *26.1.1942 in Berlin; ✡ 5.3.1943 in Auschwitz
Weiterer Lebensweg
Beide Eltern nach Palästina, Petah Tikwa
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Hermann und Ruth Braunstein in Berlin, Knesebeckstraße 32
17.5.1939 Vater Sally und Hertha Namm in Berlin, Kleine Frankfurter Straße 1
17.5.1939 Schwester Else und Siegfried Lewy in Berlin, Eislebener Str. 9
Gut Winkel
30.10.1940 Hermann und Ruth Braunstein zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
September 1939 in den Namenlisten verschiedener Gemeinden im Landkreis Beeskow-Storkow
November 1942 in Kraft tretendes Gesetz: „Alle im Reich gelegenen Konzentrationslager sind judenfrei zu machen und sämtliche Juden sind nach Auschwitz und Lublin zu deportieren.“
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert
27.2.1943 Verhaftung der noch in kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“, z.T. direkt am Zwangsarbeitsplatz und in das Sammellager ehemaliges jüdisches Altenheim Große Hamburger Straße 26 verbracht

2.3.1943 Hermann und Ruth mit Sohn Dan Braunstein auf dem 32. Osttransport von Berlin nach Auschwitz; von den Deportierten 1736 Juden werden nur 677 jüdische Häftlinge als arbeitsfähig in die „Lagerstärke“ genommen, davon 292 Männer und 385 Frauen 1059 Männer, Frauen und Kinder werden in die Gaskammer geführt.
Berlin – Riga
19.10.-22.10.1942 Stiefmutter Hertha Namm auf dem 21. Osttransport von Berlin nach Riga
26.10.-29.10.1942 Schwester Else und Siegfried Lewy auf dem Transport von Berlin nach Riga
Beide Oktobertransporte aus Berlin im Hochwald von Bikernieki bei Massenerschießung ermordet
Gedenken
Quellen
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1033040
https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1033014
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11207058
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/127212494
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/11207056
https://collections.arolsen-archives.org/en/document/4124447
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316