
Edith Nussbaum
*18.3.1922in Wald, Solingen; ✡ 28.7.1942 in Maly Trostinec
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Isidor Nussbaum *11.9.1889 in Kyllburg; ✡ 31.5.1926 in Wald
Heirat der Eltern 7.12.1920 in Saarlouis
Mutter Eleonora Stern *24.5.1893 in Roden; ✡ vor 1945 in Riga
Geschwister
Beruf Landarbeiterin
Adressen Solingen; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat Rudolf Lilienfeld *14.11.1919 in Düsseldorf; ✡28.7.1942
Kinder
Uri Lilienfeld *16.9.1941 in Köln; ✡ 28.7.1942 in Maly Trostinec
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
April 1937 Edith Nussbaum zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.
30.4.1937 Edith Nussbaum auf der Zugangsliste des Gut Winkel vom April 1937
30.6.1938 nicht mehr auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel
Der spätere Ehemann Rudolf war in den Hachscharalagern Bielefeld und Feldschneidemühle
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 keine Erfassung
Die Massenerschießung im Wald von Blagowschtschina bei Trostenec, Minsk
31.5.42 Bombenangriff auf Köln
10.-15.6.1942 mehrere Hundert Kölner Juden ausgewiesen aus ihren Wohnungen nur mit Handgepäck in die RAD-Lager von Niederbardenberg, Pley bei Aachen und Mausbach bei Stolberg
17./18.6.1942 Lager Pley und Mausbach aufgelöst, nach Niederbardenberg verbracht
19.7.1942 Transport der verbliebenen 272 jüdischen Bewohner des Lagers Niederbardenberg, davon 225 Kölner transportiert in das Sammellager Messehallen nach Köln-Deutz
20.7.1942 Edith, Rolf und Uri Lilienfeld ab Sammellager Messehallen Deutz mit 1164 Juden auf dem Transportzug Da219 nach Minsk. Morgens bestiegen sie Abteilwagen der Reichsbahn, „Holzklasse“ mit beidseitig 5 Einsteigetüren, begleitet und bewacht von einem Polizeioffizier mit 15 Mann. Um 15 Uhr verließ der Zug Köln. Das Ziel hieß „Osten -Arbeitseinsatz“. „Wir kehren wieder“, sangen die Kleinen aus dem jüdischen Kinderheim Apernstraße.
24. 7.1942 Tod von Edith, Rolf und Uri Lilienfeld im Wald von Blagowschtschina bei Massenerschießung des gesamten Transports in Trostenez, im nahegelegenen Wald von Blagowschtschina, ohne zuvor im Lager selbst gewesen zu sein
Gedenken
Quellen
https://en.wikipedia.org/wiki/Bunce_Court_School
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316