Liesel Rosenzweig
*29.3.1920 in Köln; ✡ April 1992
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Alfred Rosenzweig *7.12.1879 in Köln; ✡ in Riga
Mutter Elsa Schiff *22.4.1883 in Gronau; ✡ in Riga
Geschwister
Erich Rosenzweig *1911
Hans Rosenzweig *29.11.1912 in Köln; ✡ in Riga
Verwandte aus Berlin
Horst Henry Rosenzweig/Roger *29.7.1913 in Berlin; ✡1986 Hamburg; oo Anneliese Nordheimer
Ursula Eva Rosenzweig *10.2.1919 in Berlin; ✡ 27.1.2005 in Haifa
Beruf Landarbeiterin
Adressen Köln; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat 1941 Heirat mit Josef Glazer *1916 Dzialoszyn; 27.2.2007
Kinder
Tamar Glazer; oo Ashkenasi
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
April 1937 Liesel Rosenzweig zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

30.4.1937 Liesel Rosenzweig auf der Zugangsliste des Gut Winkel vom April 1937
30.6.1938 Liesel Rosenzweig nicht mehr auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel
Alija

20.3.1939 Einreise von Liesel Rosenzweig auf der SS PALESTINA in Tel Aviv mit einer großen Gruppe der Jugendalija mittels Studentenzertifikaten der Kategorie B (III)
mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Liesel Rosenzweig nicht registriert
November 1941 Deportationsbefehl der Gestapo
Sammellager Messehallen Köln Deutz

7.12.1941 beide Eltern und Bruder Hans deportiert mit 1011 Juden aus Köln nach Riga
12.12.1941 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga; Unterbringung in der Kölner Straße
2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer
3. November 1943 Auflösung des Ghetto Riga
Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga
Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof, darunter noch 14 Juden aus Moers
6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig
Tod der Eltern vermutlich bereits 1942 in der Dünamünde Aktion
Tod von Bruder Hans vermutlich in Salaspils
Nachkriegszeit
Gedenken
Pages of Testimony für die Eltern und Bruder Hans bei Yad Vashem von Bruder Erich Rosenzweig und Tochter Tamar Ashkenasy
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411207_33.jpg
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html#B
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316