Rosettenstein Alfred

Alfred Abraham Rosettenstein

*6.12.1909 in Allenstein; ✡ 5.1.2000 in Kfar Yedidya

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Die Eltern sind ungesichert

Vater ? Sanitätsrat Dr. med. Max Rosettenstein *26.1.1861; ✡ 21.3.1936 in Görlitz

Mutter ? Lea Kahnemann *11.3.1869 in Preußisch Eylau ; ✡ 24.0.1942 Theresienstadt

Tante ? Betty Haber geb. Rosettenstein *14.1.1867 in Darkehmen; ✡27.11. 1942 Theresienstadt

Geschwister

Bruder Helmut als Britischer Soldat

Helmut Rosettenstein/Harry Rossney *1919; ✡ Nov 2013

Und zwei weitere

Beruf Landarbeiter;

Adressen Allenstein; Frankfurt/Oder; Golenic;

Heiraten

Ruth Therese Levy *31.8.1909 in Hamburg; ✡23.3.1959 in Israel

Berta Keini *24.3.1908; 3.9.1990

Kinder zwei

Esther Rosettenstein *23.1945 ; ✡ 8.10.2022 in Tel Aviv

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Lea Rosettenstein in Berlin, Wilmersdorf, Teplitzer Str. 38

Britischer Census

29.9.1939 Bruder Helmut im Kitchener Camp, Richborough, Nr Sandwich, Kent

Weiterer Lebensweg

1912 im Adressbuch von Görlitz: Rosettenstein, Max, Dr. med., Spezialarzt für Elektrotherapie, Elisabethstr. 39

28.2.1935 Passausstellung für Alfred Rosettenstein in Frankfurt/Oder

Hachschara Golenic

Alfred Rosettenstein als Madrich (Leiter) in die Hachschara Golenic

Herbert Lewin und Alfred Rosettenstein in Golenic 3. und 2. von rechts

Bericht seines ebenfalls aus Ostpreußen stammenden Freundes Herbert Lewin (*1917 Osterode):

„Der Bauer, bei dem ich zuerst auf Hachschara war, mußte mich entlassen, weil er auch eine Gastwirtschaft besaß und ihm seine Kunden gedroht hatten, die Gastwirtschaft nicht mehr zu besuchen, solange er einen Juden beschäftige. Danach fand ich einen anderen Bauern in Golenic (?), in Oberschlesien. Da hab ich mich in der Gruppe sehr wohl gefühlt und Alfred Rosettenstein kennengelernt. Er kam aus Frankfurt an der Oder und war ein glühender Zionist. Er war der Leiter unserer Gruppe. Eines Tages ist die Mitteilung gekommen ist, unsere ganze Gruppe wird aufgelöst und wir gehen nach Jugoslawien auf Hachschara.“

(Golenic/Schildberg liegt allerdings in Pommern. Er meint vermutlich Guttentag in Oberschlesien. Bis zum Einmarsch der Wehrmacht im April 1941 gab es in Kroatien den Kibbuz im Dorf Golenića. FJW)

Hachschara in Golenića

Nach der Aufhebung des völkerrechtlichen Sonderstatus für Oberschlesien (Deutsch-Polnisches „Genfer Abkommen“) gingen Gruppen aus Oberschlesien 1937 in den vom jugoslawischen HaSomer Hatzair betriebenen Kibbuz Bamidbar (Wüste) im Dorf Golenića bei Subotica an der kroatisch-ungarischen Grenze. Der jüdische Baron Gutmann war Besitzer vieler Güter und Ländereien und stellte eines seiner Güter für 120 Chawerim zur Eigenbewirtschaftung zur Verfügung.

Herbert Lewin:

„In Subotica, an der ungarisch-jugoslawischen Grenze, besaß der jüdischer Baron Gutmann viele Güter und Ländereien. Und der hat ein Gut den deutschen Hechalutz (Pioniere, Neuankömmlinge) zur Bewirtschaftung zur Verfügung gestellt mit der Auflage, den ungarischen Inspektor und die jugoslawische Knechte weiter zu beschäftigen. Wir waren 120 Burschen und Mädels dort. Und wir hatten das ganze Gut für uns zur Bewirtschaftung, mit Weintrauben, mit Äckern und das waren eigentlich die zwei schönsten und unbeschwertesten Jahre, die ich erlebt habe.“

Alija

2.1.1939 Einreise von Alfred Rosettenstein in Haifa mit Arbeiterzertifikat des Hechaluz der Kategorie C/LS

1942 Alfred Rosettenstein arbeitet als Polizist in Palästina

18.5.1942 Einbürgerung in Palästina

Nachkriegszeit –

Gedenken

13.1.1957 Pages of Testimony für Felix und Amalie Levy von Tochter Ruth Levy Rosettenstein bei Yad Vashem

Quellen

https://www.centropa.org/de/photo/herbert-lewins-leiter-und-freund-alfred-rosettenstein-waehrend-hachschara

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de954457

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1075053

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My