Metzger Henriette

Henriette Marie Metzger

*4.12.1923 in Rodalben, Pirmasens

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Alfred Metzger *10.10.1880 in Kirchheimbolanden; ✡ 1942 Riga Jungfernhof

Mutter Rosa Eugenie Baer *3.12.1881in Rodalben; ✡ 1942 Riga Jungfernhof

Onkel

Alfred Baer *14.9.1875 in Rodalben; ✡?, in Riga

Tante Hermine Lang 5.1.1894 in Ernsbach; ✡?, in Riga

Cousins

Hans Baer *12.4.1917 in Rodalben; ✡?, in Riga, Salaspils?

Werner Baer *13.8.1923 in Rodalben; ✡?, in Riga, Salaspils?

Siegfried Baer *4.10.1930 in Rodalben; ✡?, in Riga

Geschwister

Rudolf Metzger *29.4.1922 in Rodalben; ✡?, in Riga, Salspils?

Beruf –

Adressen Rodalben, Hauptstraße 103; Berlin; Stockholm

Heirat Harald Louis Schloss *10.1.1917 in Koblenz; ✡3.3.1989 in Haifa; Harald war zuvor mit Ellen Stern (1919 – 2019) verheiratet

Kinder zwei

Reuven Schloss/Schilo *1947; oo Bernstein

Ronnie Schloss; oo Israel

Weiterer Lebensweg

1937 Staatliche Zwangsauflösung der jüdischen Gemeinde, Schließung der jüdischen Schule in Rodalben

Novemberpogrom

10.11.1938 Verhaftung des Vaters Alfred in Rodalben, Pirmasens

12.11.1938 Einweisung des Vaters in das KL Dachau; Häftlingsnummer 25343

16.12.1938 Entlassung des Vaters aus dem KL Dachau

Gut Winkel

14.1.1936 Harald Schloss zur Hachschara in Gut Winkel, Spreenhagen

15.4.1936 Ellen Stern zur Hachschara in Gut Winkel

30.9.1936 Harald Schloss und Ellen Stern auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

1938 Abgemeldet aus Gut Winkel nach Essen zu Harald Schloss

11.11.1938 Heirat von Harald Louis Schloss mit Ellen Stern in Berlin

Minderheitenzählung

17.5.1939 Henriette mit ihren Eltern und Bruder Rudolf in Rodalben, Hauptstraße 103

Vertreibung aus Rodalben

Umzug der Familie nach Süßen in Baden-Württemberg

27. August 1939 da Rodalben im Bereich des damaligen Westwalls lag, wurden die jüdischen Familien ausgewiesen. Das Ehepaar Alfred Baer mit seiner Frau Hermine geb. Lang und die Kinder Hans, Werner und Siegfried: sie zogen Witwer Lazarus Louis Lang nach Süßen bei Göppingen (BW); ebenso die Familie des Kaufmanns Alfred Metzger mit seiner Frau Eugenie und dem Sohn Rudolf nach Süßen, Hauptstraße 45. Sie gehörten dann zur SG Göppingen.

Nach Kriewgsbeginn wurden die verbliebenen jüdischen Familien in das „Judenhaus“ – das Textilgeschäft Baer eingewiesen.

24.2.1941 zog auch die Hausfrau Fanny Lang geb. Landau nach Eheschließung mit dem Witwer Lazarus Louis Lang nach Süßen

Schweden

17.11.1938 Emigration von Ellen und Ludwig Schloss mit von Schweden garantierten Jugendlichen

Sommer 1939 Henriette Metzger nach Schweden

5.1.-27.11. 1942 in Kullen, Helsingborgs stadsförsamling (Maria), Malmöhus, Skåne

Stuttgart- Riga

26.11.1941 Beginn der Internierung in den Ausstellungshallen auf dem Killesberg Stuttgart

Verbringung der Familien Metzger, Baer und Lang aus Süßen, Hauptstraße 45 nach Stuttgart

1.12.1941 beide Eltern und Bruder Rudolf sowie die Familie Baer und Lang auf dem Transport vom Inneren Nordbahnhof Stuttgart nach Riga

4.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Lager Jungfernhof

18.12.1942 aus dem Jungfernhof 500 junge Männer zum Aufbau des Lagers nach Salaspils

Vermutlich gehörten Rudolf Metzger sowie die Cousins Hans und Werner Baer dazu.

26.3.1942 „3. Dünamünde-Aktion“ im Außenlager Jungfernhof; 1200 Häftlinge erschossen in Bikernieki, 450 bleiben zur Bewirtschaftung zurück; Tod der Eltern

Keine Lebenszeichen für beide Eltern und Bruder Rudolf nach Ankunft in Riga

Nachkriegszeit

Oktober 1945 Henriette Schloss mit Harald auf der Mitgliederliste des Hechaluz Schweden „Alte Chawerim“

14.9.1943 Einwanderung in Israel Harald Henriette und Sohn Reuven Schloss

Gedenken

23.10.1956 Pages of Testimony für beide Eltern und Bruder Rudolf von Henny Metzger-Schloss

16.2.2008 Verlegung von 13 Stolpersteinen in Süßen, Bachstraße 2 (zuvor Hauptstraße 45) für beide Eltern und Bruder Rudolf, sowie für die Familien Baer und Lang

Quellen

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de930306

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de930366

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1008241

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/130429587

https://www.alemannia-judaica.de/suessen_juedgeschichte.htm

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

“My