Moritz Klawer
*6.9.1920 in Köln; ✡ 2005 in Santiago de Chile
Staatsangehörigkeit staatenlos
Religion jüdisch
Vater Israel Klawer *13.7.1881 in Warschau ; ✡ ?
Mutter Paula Trayler *5.1.1890 in Warschau; ✡ ?
Geschwister
Anna Klawer *8.12.1922 in Köln
Isidor Klawer *25.5.1925 in Köln
Beruf Landarbeiter
Adressen Köln; Gut Winkel, Spreenhagen;
Heirat ?
Kinder ?
Weiterer Lebensweg
Der Vater war Klempnermeister in Köln
Polenaktion
28.10.1941 durch den Status „staatenlos“ kann die Familie nicht nach Zbaszyn abgeschoben werden
Gut Winkel
15.4.1937 Moritz Klawer aus Köln zur Hachschara
ins Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

31.3.1937 Moritz Klawer auf der Liste der neu ins Gut Winkel aufgenommenen Praktikanten

3.3.1938 Verlängerungsantrag für den Fremdenpass


25.3.1938 Verlängerungsantrag genehmigt von der Gestapo Potsdam
30.6.1938 Moritz Klawer nicht mehr auf der Belegungsliste von Gut Winkel
Vermutlich noch 1938 Emigration von Moritz Klawer nach Chile
Köln – Riga
6.12.1941 Verhaftung und Verbringung in die Deutzer Messehallen
7.12.1941 Transport Tiefbahnhof Köln-Deutz nach Riga
10.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga
Bruder Isidor wird von Rolf Abrahamsohn erwähnt , im Technischen Dienst im Ghetto Riga tätig
Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung
6. November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager
Für kein Mitglied der nach Riga deportierten Angehörigen ist eine Ankunft in Stutthof notiert
Nachkriegszeit
Gedenken
1996 Pages of Testimony für die Eltern , Isidor und Anna Klawer von Bruder Moritz, Chile; außerdem von einer Verwandten Miriam Blankstein und Alex Salm
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411207_19.jpg
https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411207_20.jpg
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316