Echt Ilse

Ilse Echt

*6.2.1920 in Königsberg; ✡ 24.8.2008 Beit Yitzhak-Sha’Ar Hefer

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Samuel Echt; ✡ ?

Mutter Rosa Littmann *13.1.1893 in Strasburg; ✡ ?

Geschwister

Beruf Landarbeiterin

Adressen Königsberg, Walter Straße 5; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Max Meir Nossen Federmann *14.7.1912 in Frankfurt; ✡18.11.1995 Beit Jitzchak

Kinder drei

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

1.10.1937 Ilse Echt als Mitglied der Habonim zur Hachschara ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

30.6.1938 auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Ilse Echt in Spreenhagen, Gut Winkel

17.5.1939 Mutter Rosa in Königsberg, Walter Straße 5

September 1939 auf der Liste des Landrates für Gut Winkel

Alija beth auf der SS HILDE – Sonderhachschara 4

12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien

14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest

6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen

26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDE

15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert

22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa

24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung

29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung

29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

16.2.1940 Registrierung von Ilse Echt in Athlit; sie gibt Kurt Kasper als Referenz an , als Gemeindeältesten niemand (Dokument D/801/40/CHU)

18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager

Juli 1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

sie gibt als Kontaktadresse Erich Littmann in Tel Aviv an

Königsberg – Minsk

24.-26.6.1942 Mutter Rosa auf dem Transport Berlin, Königsberg nach Minsk

Nachkriegszeit

Gedenken

–

Quellen

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT42_K%C3%B6nigsbergAllenstein8.jpg

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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