Zander Hermann

Hermann Zander

*20.4.1917 in Rüstringen, Wilhelmshaven; ✡ 1943 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Emil Zander *13.4.1888 in Saarlouis; ✡ 15.1.1944 in Auschwitz

Mutter Amalie Voss *12.2.1887 in Wilhelmshaven; ✡ 15.1.1944 in Auschwitz

Großeltern

Hermann Zander *2.4.1860 in Hellenthal; ✡1.5.1931 Wuppertal

Johanna Zander *1860-1936 in Elberfeld

Geschwister

Lotte Zander *28.3.1911 in Wilhelmshaven; 26.9.1942 in Auschwitz; oo Gottschalk

Beruf Landarbeiter

Adressen Rüstringen; Elberfeld; Gut Winkel, Spreenhagen;

Heirat Leja Wajman*10.4.1922 in Siedlce; ✡ 1943 in Auschwitz

Kinder –

Weiterer Lebensweg

Gut Winkel

Hermann Zander zur Hachschar ins Gut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

31.3.1937 Hermann Zander auf der Liste der neu ins Gut Winkel aufgenommenen Chaluzim

30.6.1938 nicht mehr auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;

10.11.1938 keine Verhaftungen im Novemberpogrom auf Gut Winkel

Flucht nach Frankreich

April 1939 Festnahme bei illegalem Grenzübertritt

19.4.1939 Bericht in der in Metz erscheinenden Tageszeitung „Le Lorrain“

„La gendarmerie de Rodemack a arrêté les deux Allemands Hermann Zander, 21 ans, tailleur, et Alexandre Sorter, 38 ans, électricien, tous deux sans domicile fixe, pour entrée clandestine en France“

Flucht der Eltern und Schwester Lotte mit Ehemann Walter nach Belgien.

Kazerne Dossin Mechelen

21.9.1942 Schwester Lotte mit Ehemann Walter Gottschalk auf dem XI. Transport von Mechelen nach Auschwitz

19.8.1943 Hermann Zander mit Frau Leja auf dem XXII. Transport von Mechelen nach Auschwitz

Quellen

Fotos, Transportlisten, Kazerne Dossin, Staatsarchiv Belgien

Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de996678

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de878153

https://victims.auschwitz.org/victims

Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.mappingthelives.org

Genealogie Webseite My Heritage

http://luckauer-juden.de/hachschara.html

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Peter W. Lande,  Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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