Hirschweh Herbert

Herbert Hirschweh

*18.4.1904 in Passenheim, Ostpreußen; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Bernhard Hirschweh *15.3.1868 in Passenheim; ✡ 21.5.1939 in Berlin

Heirat der Eltern 1901

Mutter Emma Meyer *15.3.1868; ✡ ?

Onkel Julius Jacob Hirschweh *25.6.1870 in Passenheim; ✡24.2.1940

Großvater Abraham Hirschweh *1837; ✡9.11.1910 in Passenheim

Großmutter Friederike Lewy

Geschwister

Alice Hirschweh *13.2.1906 in Passenheim; ✡ 1

Hilde Hirschweh *14.6.1902 in Passenheim; ✡ vor 1945; oo Julius Saphirstein

Beruf Kaufmann, Landwirtschaftlicher Praktikant;

Adressen Passenheim; Berlin; Neuendorf

Heirat Mai 1941 in Darlington, Durham Heirat mit Else Harf

Kinder

Weiterer Lebensweg

11.4.1935 Herbert Hirschweh eingetragen als persönlich haftender Gesellschafter in die OHG Hirschweh

Gut Winkel

Schwester Alice Hirschweh zur Hachschara in das Jüdische Lehrgut Schocken „Gut Winkel“ bei Spreenhagen

Landwerk Neuendorf

1932 Gründung als Hachschara-Lehrgut auf dem Gut Neuendorf in Brandenburg; Besitzer Hermann Müller, US-Citizen; Trägerverein war die Jüdische Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf) in Berlin, Ungefähr 1200 Chawerim wurden zwischen 1932 und 1938 ausgebildet. Leiter des Landwerks von Beginn 1932 bis zum Novemberpogrom 1938 war Alexander Moch (1893–1977).

Im Novemberpogrom wurden 38 männliche Chaluzim und Angestellte verhaftet und im KL Sachsenhausen interniert; Herbert Hirschweh bekommt die Häftlings Nr. 12277

Alex Moch besorgte in England 150 Ausreisevisa, mit denen er die Gefangenen aus der Haft auslösen konnte.

15.2.1939 Entlassung von Herbert Hirschweh zusammen mit Leopold Rose aus dem KL Sachsenhausen.

Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Vater Bernhard und Schwester Alice Hirschweh in Berlin, Jüdisches Altersheim, Liegnitzer Straße 20; Schwester Hilde mit Ehemann Julius Saphirstein, der Tochter Eva (*1932) und den Schwiegereltern in Königsberg Ziegelstraße 8; Onkel Julius Hirschweh in Berlin, Geisbergstraße 12

Vater Bernhard ist auch noch in der Bavaria-Klinik in Berlin Schöneberg registriert, wo er offenbar noch behandelt wurde.

21.5.1939 Tod des Vater im Jüdischen Altersheim in Berlin

England

Flucht mit Hilfe der von Alex Moch beschafften Visa nach England

29.9.1939 Herbert Hirschweh im Kitchner Camp mit vielen Chaluzim bei britischem Census

Mai 1941 Darlington, Durham Heirat mit Else Harf

8.2.1947 Einbürgerung als British Citizen

Auschwitz

19.2.1942 Alice Hirschweh auf dem 29. Osttransport von Berlin nach Auschwitz

Gedenken

Page of Testimony für Schwester Hilde von ihrem Mann Julius Saphirstein

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/11236864

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/4094155

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://yvng.yadvashem.org/ad

Harald Lordick, Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit; in Pilarczyk, Ulrike (Hrsg) Hachschara und Jugendalija, Schulmuseum Steinhorst, 2019

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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