Rose Leopold

Leopold Rose

*16.6.1914 in Illereichen, Altenstadt; ✡ ?

Staatsangehörigkeit deutsch

Religion jüdisch

Vater Hermann Rose *21.11.1870 in Oberwaldbehrungen; ✡ 25.7.1936 in Altenstadt

Mutter Ida Freimark *1.12.1877 in Homburg/Main; ✡ ?

Großvater Isaak Freimark *24.8.1846 in Unterfranken; ✡27.7.1926

Onkel Simon Freimark *24.5.1883 in Homburg/Main; ✡3.7.1973 in Philadelphia

Cousine Steffi Freimark *17.7.1920 in Würzburg; ✡1.7.2015 in Rosenhayn; oo Friedrich Perlstein *28.3.1904 in Kassel; ✡17.3.1979 in Hollywood; Perlstein war der Leiter des Landwerks Halbe bei Berlin bis zu seiner Zerstörung im Novemberpogrom am 10.11.1938

Geschwister

Bertha Rose *24.2.1902 in in Illereichen, Altenstadt; ✡ ?; oo Guggenheimer

Norbert Rose *15.4.1904 in Illereichen, Altenstadt; ✡ ?

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant; Metzger

Adressen in Illereichen, Altenstadt, Hauptstraße 48 ½; Würzburg; Neuendorf im Sande; Hachney; Raanana

Heirat Rebekka Eltermann *29.11.1910

Kinder

Abraham Rose *1945

Weiterer Lebensweg

Onkel Simon Freimark zog mit seiner Familie nach Bochum

Aufenthalt in Würzburg, verm. Student an der Israel. Lehreranstalt

22.11.1934 erste Einreise von Leo Rose nach Haifa auf der SS MERIT PASHA

31.3.1935 Einreise von Leo Rose nach Haifa auf der SS ROMA

Landwerk Neuendorf

1932 Gründung als Hachschara-Lehrgut auf dem Gut Neuendorf in Brandenburg; Besitzer Hermann Müller, US-Citizen; Trägerverein war die Jüdische Arbeitshilfe e. V. (Landwerk Neuendorf) in Berlin, Ungefähr 1200 Chawerim wurden zwischen 1932 und 1938 ausgebildet. Leiter des Landwerks von Beginn 1932 bis zum Novemberpogrom 1938 war Alexander Moch (1893–1977).

10.11.1938 verhaftet im Novemberpogrom, „Schutzhaft“ in Sachsenhausen

Im Novemberpogrom wurden 38 männliche Chaluzim und Angestellte verhaftet und im KL Sachsenhausen, Block 19 interniert; Leopold Rose bekam die Häftlingsnummer 12271. Alex Moch besorgte in England 150 Ausreisevisa, mit denen er die Gefangenen aus der Haft auslösen konnte.

15.2.1939 Entlassung von Leopold Rose aus dem KL Sachsenhausen zusammen mit Herbert Hirschweh mit der Auflage, Deutschland zu verlassen.

1939 Emigration nach England mit den von Alex Moch beschafften Visa

29.9.1939 Leopold Rose in Hackney, London bei britischem Census (verheiratet)

3.4.1948 Einreise von Leo Rose mit Frau Rebekka und Sohn Abraham nach Haifa auf der SS KADIMA

Gedenken

Quellen

Staatsarchiv Israel, Einwanderungslisten

https://collections.arolsen-archives.org/de/search

https://collections.arolsen-archives.org/de/search?s=4537003

BILDER & DOKUMENTE – הכשרות החלוץ בגרמניה – דור המשך (hachshara-dor-hemshech.com)

https://yvng.yadvashem.org/ad

Harald Lordick, Das Landwerk Neuendorf: Berufsumschichtung – Hachschara – Zwangsarbeit; in Pilarczyk, Ulrike (Hrsg) Hachschara und Jugendalija, Schulmuseum Steinhorst, 2019

Wiehn Erhard (Hrsg) Wer hätte das geglaubt, 2010, Hartung Gorre Verlag

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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