Schloss Rolf

Rolf Schloss geb. Gans

*5.7.1918 in Frankfurt; ✡ 10.2.1979 in Saint-Cergue, Schweiz

Staatsangehörigkeit deutsch, staatenlos

Religion jüdisch

Vater Maximilian Gans *7.12.1885 in Göttingen

Heirat der Eltern am 9.6.1916 in Hersfeld; (Gans als Leutnant b.N. „bei Nachfolge“)

Mutter Bella Klebe *26.4.1890 in Hersfeld

Geschwister Michael Gans *1926; ✡4.1.1966 Sgula, Petah Tikwa

Beruf Landwirtschaftlicher Praktikant; Schriftsteller, Autor

Adressen Frankfurt; Hersfeld; Göttingen; Trier; Steenderen; Catharinahoeve in Gouda; Schweiz

Heirat 23.1.1945 Edith Elisabeth Bickel *22.10.1922 in Bubikon; ✡27.1.2015 Laholm

(Zweite Ehe von Edith Bickel mit Otto Rasmussen (1919—2009), der wiederum in erster Ehe mit Eva Angress (1919-2011) verheiratet war

Zweite Ehe mit Jenny Jäger

Partnerin Irene Gaertner

Kinder

Hans Chanan Schloss *27.1.1946; ✡5.7.2005 in Tel Aviv

Weiterer Lebensweg

Es nicht klar ob Rolf Gans zur Adoption freigegeben wurde; jedenfalls lebt er später in Trier.

Gut Winkel

Rolf Schloss von Trier zur Hachschara in das Lehrgut Winkel, Spreenhagen

Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel.

1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben.

Im Novemberpogrom 1938 wurde Gut Winkel nicht überfallen. Bei der Minderheitenvolkszählung am 17. Mai 1939 wurden 210 jüdische Bewohner erfasst, Rolf Schloss gehörte nicht zu diesen.

4.1.1939 nach Laren

29.8.1939 zur Deventer Vereniging, Papenstraße 45

26.9.1939 nach Rheden, Revierenhuis „De Steeg“

12.6.1940 nach Steenderen

Britischer Census

29.9.1939 Vater Maximilian Gans in Barnes, Surrey, England

Die Hachschara-Jeugdfarm Catarinahoeve in Gouda

21.2.1941 Rolf Schloss aus Steenderen zur Hachschara nach Gouda

Das ab Oktober 1937 bestehende Hachscharalager Catharinahoeve in Gouda wurde möglich durch eine testamentarische Schenkung in Höhe von 80000 Gulden Hfl von Catharina van Zon. Die Jeugdfarm diente der Mittleren Hachschara für 14-17-Jährige zur Vorbereitung auf die Alija.

Robert Levisson übernahm die Funktion des Sekretär des Vorstandes, dem auch Frau A. Vroman angehörte, Mutter des Dichters und Biologen Leo Vroman.

Die Leitung der Gruppe lag bei dem Ehepaar Dr. Manfred Litten und Shoshana Jansje Litten-Serlui zuvor Danzig. Als Betriebsleiter eingestellt war zunächst Herrn Knol, dem Henk de Raaf und Franz Man zur Seite gestellt wurden. Nachbar Dirk van Schaik half als Vorarbeiter.

Ab 1940 lag die Verantwortung bei der Joodse Centrale voor Beroepsopleiding JCB.

1941 nach dem Rücktritt von Herr Knol übernahm Jan Middelburg die Betriebsleitung, unterstützt von Dirk van Schaik.

Catharinahoeve 1942

24.6.1942 Rolf Schloss mit dem Fahrrad zu einem „Urlaub“ aufgebrochen

Flucht über Belgien in das noch nicht besetzte Vichy-Frankreich

10./11.November 1942 Besetzung von Vichy-Frankreich durch die Wehrmacht und Italien

23.11.1942 Rolf Schloss flieht von Frankreich in die Schweiz und meldet sich in Genf als Flüchtling

18.12.1942 in Gouda abgemeldet als „VOW“ vertrokken onbekend waarhen

Internierungen im Stadion Au Bout du monde, später in einem Barackenlager im Wallis.

Nachkriegszeit

Alija

23.1.1945 Heirat mit Edith Bickel

1945 Einreise nach Palästina

Anfang der 1960er-Jahre Rolf Schloss Leiter der Spiegel-Redaktion in Jerusalem

1965 bis 1978 Korrespondent der ARD für den Nahen Osten.

Autor und Herausgeber mehrerer Bücher

Gedenken

Quellen

https://www.archiefhond.nl/nt/Gda/joodsepersonenGouda.pdf

https://www.myheritage.de/research

https://collections.arolsen-archives.org/de/document/5058528

Kelly Bauer, Syds Wiersma, Kibboets op de Klei, Fries Film Archief Leeuwarden, 2020

Auke Zeldenrust, Kibboets op de Klei, Boom, 2020

Morris Schnitzer, My three selves, a memoir, Lugus, Toronto, 2002

Hannelore Grünberg-Klein, Zolang er nog tranen zijn, Nijgh & Van Ditmar, 2015

Mirjam Pinkhof, De Jeugdalijah van het Paviljoen Loosdrechtsche Rade, 1998

Frans van der Straaten, Om nooit te vergeten. Herinneringen en belevenissen aan/van Palestina-Pioniers in Nederland gedurende de oorlogsjaren 1939-1945

https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655767

https://www.gfh.org.il/eng/Archive

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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