Hans Kozminski /Chaim Idam
*6.2.1921 in Zielenzig ; ✡ 1
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Paul Kozminski *9.11.1894 in Miloslaw; ✡ vor 1945 in Auschwitz
Mutter Else Maschke *18.7.1891 in Lusin, Morski; ✡ 29.10.1942 in Auschwitz
Geschwister
Heinz Gideon Kozminski *9.6.1924 in Zielenzig; USA
Beruf –
Adressen Zielenzig;
Heirat –
Kinder –
Weiterer Lebensweg
1926 Umzug der Familie nach Berlin, Schönhauser-Allee 80 oder 81 und später Umzug in die, Immanuelkirch-Strasse 7.
Ostern 1926 Einschulung in die Volksschule in Berlin bis zum Abschluss.
Ostern 1935 Schulentlassung
1935 Der Lehrvertrag als Feinmechaniker bei der Firma Schreiber & Co. in der Schönhauser-Allee 74 wird von der Handwerker Innung nicht angenommen.
1935 „Arbeitsbursche“ bei der Firma Frankenstein in der Alexandrinenstrasse 97.
Ende 1938 Kündigung bei „Frankenstein“.
Februar 1939 Hachschara-Vorbereitungskurs in Hamburg,
1939 wurde das Lager aufgelöst; Hans Kozminski zurück nach Berlin zu seinen Eltern zurück.
Minderheitenzählung
17.5.1939 in Berlin Hans mit den Eltern und Bruder Heinz in Berlin gemeldet
17.5.1939 Hans Kozminski im Jüd. Umschulungsbetrieb Damlackerwe
Sommer 1939 Bruder Heinz mit KIndertransport nach England
Juli 1939 kurzzeitig in einer Holzaufarbeitung in der Mark Brandenburg und konnte dann die Umschulung in einem anderen Umschulungslager fortsetzen.
Waldgehöft Havelberg
Mai bis September 1939 Hans Kozminski zur landwirtschaftlichen Hachschara ins Waldgehöft, auch Jagdgehöft Barella, Damlacker Weg, nördlich von Havelberg (1934-1941), Träger bis zum Pogrom November 1938 war der Hechaluz, dann die RVJD. Die frühere Jagdpacht gehörte dem jüdischen Rechtsanwalt Siegfried Freund, er war zunächst auch der Leiter. Es umfasste acht Hektar Land, eine kleine Villa, zwei Wohnhäuser, eine Werkstatt, einen Stall, Gewächshäuser und Schuppen. Bis zu 50 Chaluzim waren hier untergebracht.
September 1939 Hilfsarbeiter
Alija beth SS HILDE – Sonderhachschara 2
Alija beth auf der SS HILDA – Sonderhachschara 2
12.10.1939 Bahnfahrt von Berlin über Frankfurt und Passau nach Wien; die zweite Hälfte des Transportes kam von Breslau nach Wien
14.10. 1939 Ankunft in Wien, über die Schwarzmeerroute Bratislava, Budapest, Belgrad, Bukarest
6.11.1939 Ankunft in Sulina, Schwarzmeer-Hafen
26.11.1939 Abfahrt mit 729 Passagieren auf der SS HILDA
15.1.1940 hinter den Dardanellen von britischer Marine gestoppt und geentert
22.1.1940 Ankunft vor der Dreimeilen-Zone vor Haifa
24.1.1940 Britische Mandatsbehörden verweigern die Landung
29.1.1940 Ankunft Haifa nach Abschluss von Verhandlungen zwischen Sochnut (Jewish Agency) und britischer Mandatsregierung
29.1.1940 mit Bussen in das Internierungslager nach Athlit verbracht

18.2.1940 Registrierung von Hans Kozminski in Athlit; Hans Kozminski gibt Dr. Fritz Friedenthal, Berlin als Referenz an, als Gemeindeältesten Rabbi Swarsenski (Dokument D/1234/40/CHU)
18.2.1940 Entlassung der Frauen aus dem Lager
29.7.1940 Entlassung der Männer aus dem Lager Athlit

Er gibt Manfred Kosminski als seine Adresse an
Berlin Auschwitz
8.11.1943 Eltern auf dem Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Gedenken
–
Quellen
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316
https://www.ushmm.org/online/hsv/source_view.php?SourceId=19561
www.raoulwallenberg.net/general/ruth-kl-uuml-ger-mossad-le/
Rudolf Stern (Chawer aus Dortmund), Meine Aliyah – 13. Oktober 1939 – 29. Januar 1940; unveröffentliches Manuskript, 1987