Rita Kozminski
*26.4.1915 in Mewe, Marienburg; ✡ in Israel
Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Leo Kozminski *12.10.1891 in Dresden; ✡ vor 1944 in Polen

Mutter Julia Tuch *3.1.1888 Neustadt/Warthe; ✡ vor 1944 in Polen
Großvater Heinan Tuch *1861; ✡1942 in Theresienstadt
Geschwister
Sella Kozminski *1917
Ruth Kozminski *1919; oo Bendel
Heinz Simon Kozminski *1920

Manfred Manni Kozminski *12.5.1926 in Hildesheim; ✡ vor 1944 in Polen

Maria Marion Kozminski *5.6.1931 in Hildesheim; ✡ vor 1944 in Polen
Beruf –
Adressen Mew; Hildesheim, Luzzenberg 21
Heirat ?
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Vater Leo war Kultusbeamter der Jüd. Gemeinde Hildesheim
1936 Alija von Ruth Kosminski nach Palästina
1938 Alija von Heinz Kosminski nach Palästina
1939 Alija von Sella Kosminski nach Palästina
Minderheitenzählung
17.5.1939 Rita Kozminski mit den Eltern und Geschwistern in Hildesheim, Hannover
Alija Beth auf der SS DORA
Juli 1939 76 Werkdorper aus dem Werkdorp Nieuwesluis nach Amsterdam zur Alija Beth auf der SS DORA
16.7.1939 Boarding mit 183 Chaluzim in Amsterdam auf der zur Alija Beth von den Mossad-Agenten Jehuda Berginski, Gideon Ruffer und Shmarya Tzameret gekauften SS DORA nach Palästina; 29 Chaluzim gehören zum Misrachi/Dath Waäretz aus Beverwijk und Franeker. In Franeker waren zuvor:
Hijman Bekker, Ruth Braun, Flip Cohen, Sara Dinner, Ernst Förder, Meir Frijdman, Leopold Siegfried Jacob, Walter Oppenheimer, Herman Riez, Jacob und Mietje Roodveldt, Isaac Rooz, Horst Schelasnitzki, Marcus Segal, Max Stoppelmann.
Juli 1939 Gerhard Rachwalsky als Madrich, , Gert Böhm, Gregor Bronstein, Ellen Gaenser, Alfred Jordan, Charlotte Ständig mit etwa vier weiteren Chaluzim aus der Hachschara Urfeld kommend auf mit Planen gedecktem Lastwagen nach Antwerpen geschleust.
16.7.1939 1939 5 Uhr morgens Boarding der acht verspätet aus Enschede kommenden Agudas- Chaluzim Rosa Appel, Elie Daube, Heinemann Gutmann, Issy Hirsch, Saul Lampelz, Bernhard Rosen, Rubin Rottenberg, Adolf Sanders.
17.7.1939 Zustieg von mit etwa 200 weiteren Chaluzim in Antwerpen auf das Alija Beth Schiff SS DORA
12.8.1939 Ankunft von auf der SS DORA in Palästina; die Chaluzim werden am Strand von Shefayim in der Nähe von Tel Aviv mit Booten illegal ins Land gebracht
Ahlem Sammellager – Ghetto Warschau
Die Planung der Stapoleitstelle Hannover sah folgenden Ablauf mit Ziel Lublin vor:
„Der Transportzug D a 6 (sogenannter Koppelzug) wird fahrplanmäßig am 31.3.1942 um 12.12 Uhr in Gelsenkirchen eingesetzt und trifft mit 400 Juden der Staatspolizeileitstelle Münster um 18.15 Uhr in Hannover, Bahnhof Fischerhof, ein. Hier erfolgt die Zuladung der für Hannover (Hildesheim) abzuschiebenden 500 Juden… Um 18.36 Uhr fährt der Transportzug nach Braunschweig weiter und trifft dort um 20.05 Uhr ein. Die Staatspolizeistelle Braunschweig ladet die von ihr für den Transport vorgesehenen Juden (116) und das zugehörige Gepäck zu, so daß die endgültige Weiterfahrt des D a 6-Transportzuges nach Trawniki bei Lublin um 20.16 Uhr erfolgen kann.“
27.3.1942 Beide Eltern und die Geschwister Manni und Marion eingewiesen aus Hildesheim in das Sammellager Hannover Ahlem, ehem.israelit. Gartenbauschule
31.3.1942 beide Eltern und die Geschwister Manni und Marion auf dem Transport Gelsenkirchen – Münster – Hannover ins Ghetto Warschau
1.4.1942 wegen einer erheblichen Verspätung des Zuges aus Münster, konnte der Transport von Hannover nach Braunschweig erst in den Morgenstunden erfolgen. Statt nach Lublin wurde der Zug ins Ghetto Warschau geleitet.
Adam Czerniaków vom Warschauer Judenrat in seinem Tagebuch unter dem 1.4.42:
„Der Kommissar rief an, nachts um 11:30 Uhr treffe ein Transport mit 1000-2000 Juden ein. Bis nachts um 12 wußten wir nicht, wann und auf welchem Bahnhof sie ankommen. Um 12 teilte A[uerswald] mit, daß sie in einer halben Stunde ankommen werden… Gegen Morgen wurden etwa 1000 Deportierte aus Hannover, Gelsenkirchen usw. hergeschafft… Alte Leute, viele Frauen, kleine Kinder.“
Gedenken
Pages of Testimony für beide Eltern und die Geschwister Manni und Marion von Ruth Bendel und ihrem Bruder Heinz Kozminski
17.5.2019 neun Stolpersteine für die Familie Kosminski in Hildesheim, Lappenberg 21
Quellen
https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_nwd_420401.html
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939