Liebermann Klara

Klara Liebermann

*7.6.1913 Barmen, Wuppertal; ✡ 24.10.1995 in Los Angeles

Staatsangehörigkeit polnisch

Religion jüdisch

Vater Noah Bernhard Liebermann *30.10.1887 in Lodz; ✡ vor 1945 in Polen

Mutter Anna Miedzinski *2.12.1883 in Lodz; ✡ vor 1945 in Polen

Geschwister

Rosa Liebermann *1910; Helmut Abt Kaufmann

Maria Liebermann *13.10.1914 in Elberfeld; Überlebende; oo Herbert Wilzig

Ewa Liebermann *19.10.1917 in Barmen; 25.7.2001 in LA; oo George Cooper

Beruf  

Adressen Wuppertal; Urfeld;

Heirat

Georg Levysohn *12.6.1907 in Strasburg

1.9.1963 Nathan Finer

Kinder

Weiterer Lebensweg

Hachschara in Urfeld

7.8.1935 Klara Liebermann aus Wuppertal zur Hachschara ins Umschulungslager Urfeld auf dem Dietkirchener Hof zwischen Bonn und Köln-Wesseling; Besitzer war der mit Arthur Stern befreundete nichtjüdische Architekt Albrecht Doering aus Urfeld.

Von März 1934 bis April 1940 war der Dietkirchener Hof als Kibbuz/Beth Chaluz ein Zentrum der Vorbereitung auf die Alija nach Palästina für mehr als 180 meist junge Juden. Das Zentrum des Hechaluz hieß auch Kibbuz Bamaaleh („Bamaaleh“=im Aufstieg); es wurde finanziert vom jüdischen Textilfabrikanten und Architekten Arthur Stern – zu Beginn noch gemeinsam mit der Reichsregierung! Die landwirtschaftliche Ausbildung erfolgte auf Urfelder Bauernhöfen.

Ab 1937 konnten die Chaluzim auch eine Lehre absolvieren in der Großgärtnerei Giesen, dem Obstbau- und Gärtnereibetrieb „Marienhof“ des ehemaligen Kölner Gartenbaudirektors Josef Giesen (1887-1962)

8.3.1937 Klara Liebermann abgemeldet aus Urfeld nach Wuppertal

12.4.1937 Ankunft von Klara und Georg Levysohn in Haifa mit Arbeiterzertifikaten des Hechaluz der Kategorie C/LS

Polenaktion

28.10.1938 Anna und Liebermann aus Wuppertal nach Zbasyn ausgewiesen

August bis Oktober 1939 Räumung des Lagers Zbaszyn; die Eltern gehen nach Lodz

Minderheitenzählung

17.5.1939 Schwester Maria und Ehemann Herbert Wilzig bei seinen Eltern in Witten Hauptstraße 73

Nachkriegszeit

3.7.1947 Einbürgerung von Klara und Georg Levysohn in Palästina

18.11.-1.12.1947 Klara und Georg Levysohn auf der USS MARINE CARP von Haifa nach New York; Kontakt Schwager Armin Levysohn, Ashdot

Gedenken

Quellen

StA Bornheim, Sammlung Zerlett; Liste der Bewohner im „Lager Urfeld“

Archiv des Rhein-Sieg-Kreises, Landkreis Bonn (ARSK-LKB)

https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Projekte/Widerstandskarte/josef-wimar-giesen-versteckte-juedische-jugendliche-in-der-pogromnacht/DE-2086/lido/dc00018960

Pracht-Jörns, Elfi (Bearb.), Jüdische Lebenswelten im Rheinland. Kommentierte Quellen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart, Köln Weimar Wien 2011, S. 272.

https://www1.wdr.de/urfeld100.html

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 7511); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de915065

https://apps.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de915059

https://www.mappingthelives.org

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de

https://collections.arolsen-archives.org/de

Genealogie Website My heritage, diverse Familienstammbäume

Hubert Schneider (Hrsg.) Das Tagebuch der Susi Schmerler, eines jüdischen Mädchens aus Bochum, LIT-Verlag, 2018

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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