
Manfred Selmar Frankenstein
*5.4.1911 Flatow; ✡ 5.9.1969 in RishonLeZion
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Max Frankenstein*25.2.1883 in Bischofsburg; ✡ 26.1.1929 in Flatow
Heirat der Eltern 1909 in Flatow
Mutter Emma Klein *20.2.1869 in Flatow; ✡11.8.1920 in Flatow
Stiefmutter Martha Rein/Fein *28.10.1885 Waldenburg ; März 1943 Auschwitz
Bruder
Martin Frankenstein *18.9.1914 in Frankfurt; ✡ 1982 in RishonLeZion

Jüdisches Museum Berlin, Inv.-Nr. 2011/73/13/003, Sammlung Frankenstein
Halbbruder
Walter Frankenstein *30.6.1924 in Flatow; ✡ 21.4.2025¸oo Leonie Rosner (1921-2009)
Beruf Dentist; Landarbeiter
Adressen Flatow; Berlin; Italien (Ricavo)

Heirat Ursula Conitzer *1.12.1917 in Thorn; ✡ 17.2.2001 in RishonLe Zion
10.2.1942 in Berlin mit Leonie Rosner *21.9.1921 in Leipzig; ✡ 19.5.2009 Stockholm
Kinder
Esther Frankenstein *17.11.1938 in Petach Tikwa; ✡3.8.2007; oo Hans Schlesinger Sloan
Weiterer Lebensweg

11.8.1920 in Flatow Tod der Mutter Emma
1929 Tod des Vaters
1934 Emigration von Bruder Martin
1936 Bruder Walter Frankenstein ins Auerbachsche Waisenhaus
1937 zur Hachschara nach Italien vermutlich nach Ricavo di Castellina
Kibbuz in Ricavo di Castellina in Chianti
1933 Eröffnung von Hachschara Höfen durch Professor Racca in der Nähe von Florenz
1933 als Lager des BACHAD bei Siena gegründet.
Emigration einer Gruppe des BACHAD zur Hachschara in den Kibbuz in Ricavo di Castellina in Chianti;
September 1936 Alija u.a. von Abraham Wechsler von Triest auf der SS GALILEA nach Palästina
7.9.1938 Verabschiedung des Italienischen Rassengesetzes liefert die Rechtsgrundlage zur Aberkennung der Staatsbürgerschaft der ab 1919 in Italien eingebürgerten Juden und zur Ausweisung aller nicht-italienischen Juden.
Daraufhin werden die deutschen Chaluzim aus Ricavo in die Niederlande und die anderen 1939 nach Halmstad in Schweden geholt.
Februar 1938 Heirat in Italien mit Manfred Frankenstein, Dentist
21.3.1938 Einreise von Ursula vermutlich ab Triest in Haifa als Ehefrau auf dem Arbeiterzertifikat des Ehemannes Manfred Frankenstein mit den Kategorien C/LS und D
27.11.1938 Geburt der Tochter Esther
14.11.1940 Einbürgerung in Palästina
Minderheitenzählung
17.5.1939 Walter Frankenstein in Berlin, Auerbachsches Waisenhaus, Schönhauser Allee 162
17.5.1939 Martha Frankenstein in Berlin, Prenzlauer Berg, Pappelallee 11IV
17.5.1939 Leonie Rosner in Leipzig, Pfaffendorfer Str. 5 III
Britischer Census
29.9.1939 Bruder Martin in 95, Ashfield Street, Stepney, London
Fabrikaktion – 31. Osttransport nach Auschwitz
20.2.1943 neue Richtlinien des Reichssicherheitshauptamtes für die „technische Durchführung der Evakuierung“
März 1943 Reichsweite „Fabrikaktion“, alle noch in Arbeitslagern und kriegswichtigen Betrieben beschäftigten „Volljuden“ werden verhaftet und in Konzentrationslager nach Auschwitz und ins „Generalgouvernement“ deportiert.
2.3.43 Fernschreiben des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamts (SS-WVHA) an den Lagerkommandanten von Auschwitz:
„Wie dort bekannt, beginnen am 1.3.43 die Judentransporte aus Berlin. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich bei diesen Transporten etwa 15000 vollkommen arbeitsfähige, gesunde Juden befinden, die bisher in der Berliner Rüstungsindustrie gearbeitet haben. Auf ihre weitere Arbeitsverwendungsfähigkeit ist mit allen Mitteln Wert zu legen.“

1.-2.3.1943 Stiefmutter Martha auf dem 31.Osttransport von Berlin nach Auschwitz
Überleben in der Illegalität
Heirat 1942 von Bruder Walter in Berlin mit Leonie Rosner
Ende Februar 1943 Walter und Leonie Frankenstein in Berlin und Leipzig im Untergrund bis Kriegsende;
Nachkriegszeit Kibbuz NOCHAM
1945/46 Bruder Walter im DP-Camp Landsberg
Das DP Camp Greifenberg Kibbuz NOCHAM war ein Nebenlager von Landsberg
Alija
November 1945 Leonie Frankenstein mit beiden Söhnen nach Palästina
Alija beth
Mai 1946 Walter nach La Ciotat, ein Sammellager für Chaluzim bei Marseille
19.10.1946 Bruder Walter auf der SS LATRUN nach Haifa
Quellen
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/12653810
https://collections.arolsen-archives.org/de/document/67073337
https://www.stolpersteine-berlin.de/de/krefelder-strasse/7/arthur-aron-conitzer
https://victims.auschwitz.org/victims
Danuta Czech, Auschwitz Chronicle 1949-1945, Henry Holt and Company, Inc., New York 1990
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
Staatsarchiv Israel, Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937-1947
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316