Manfred Rudi Grünbaum
*18.4.1909 in Stolp; ✡ ?
Staatsangehörigkeit deutsch
Religion jüdisch
Vater Josef Grünbaum; ✡ ?

Mutter Berta Gottschalk *1875; ✡ 28.4.1924 in Stolp
Geschwister

Erwin Grünbaum *26.10.1901 in Stolp

Margot Grünbaum *1905; oo Julius Danelius
Beruf Landarbeiter, Gehilfe
Adressen Stolp, Goldstraße 22; Gut Winkel, Spreenhagen; Berlin; Eberswalde
Heirat 12.3.1936 Brunhilde Rothschild *13.8.1899 in Kirchhain, Kassel
Kinder –
Weiterer Lebensweg
Gut Winkel
März 1937 Manfred Grünbaum als angestellter Gehilfe und Ehefrau Hilde als Wirtschafterin ins Gut Winkel, Spreenhagen
Gut Winkel bestand als Lehrgut Schocken ab 1933 in Trägerschaft der zionistischen Jugendbünde; Lagerleiter war Martin Gerson vom Januar 1933 bis zwangsweisen Aufgabe von Gut Winkel am 19. Juni 1941; Hauswirtschaftsleiterin war seine Frau Bertel. 1938 wird die Zahl der Belegplätze mit 120 angegeben

31.3.1937 Hilde und Manfred Grünbaum auf der Liste der neu ins Gut Winkel aufgenommenen Angestellten
Vor Juni 1938 Manfred Grünbaum abgemeldet aus Gut Winkel nach Berlin
30.6.1938 Hilde und Manfred Grünbaum nicht mehr auf der Belegschaftsliste des Gut Winkel;
Berlin Hermsdorf
Manfred Grünbaum nach Berlin Pankow Hermsdorf, dort bestanden ein Jüdisches Jugendwohn- und Lehrlingsheim sowie Lehrwerkstätten
Hachschara Polenzwerder
Manfred Grünbaum zur Hachschara in das jüdische Lehrgut Polenzwerder bei Eberswalde in Brandenburg.
Das jüdische Lehrgut Polenzwerder wurde 1937 von der Jugendorganisation Jüdisch-nationale Jugend Herzlia (Betar) in Trägerschaft der Staatszionistischen Organisation (Revisionisten) in einer alten Ziegelei eingerichtet. Im Sommer 1938 wurde der BETAR zwangsaufgelöst. Nach dem das Lager im Novemberpogrom überfallen worden war, übernahm die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland RVJD das Lehrgut, in dem bis zu 45 Jugendliche in Landwirtschaft und Gärtnerei auf der Alija nach Palästina vorbereitet wurden.
Leiter des Gutes Polenzwerder
Bis 1937 Max Meyer, Sohn des Besitzers Gustav Meier
Ab 1937 David Kirschenbaum, Siegfried Peckel, als Inspektor Hermann Nördlinger
Ab Sommer 1939 Kurt und Anna Holzheim
Minderheiten-Volkszählung
17.5.1939 Manfred Grünbaum in Eberswalde, Polenzwerder
17.5.1939 Brunhilde Grünbaum in Berlin Schöneberg, Innsbrucker Straße 20
1940 Emigration von Brunhilde Grünbaum nach Venezuela
Es ist unklar, ob Manfred Grünbaum ebenfalls nach Venezuela emigrierte.
Nachkriegszeit
Gedenken
Quellen
Ilana Michaeli und Irmgard Klönne (Hrsg.) Gut Winkel, die schützende Insel: Hachschara 1933-1941 Mitarbeit von Ilka von Cossart, Katharina Hoba und Ulrike Pilarczyk; LIT Verlag; 2007
https://victims.auschwitz.org/victims
Staatsarchiv Israel, Israel, Einwanderungslisten
Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939
https://www.mappingthelives.org
Genealogie Webseite My Heritage
http://luckauer-juden.de/hachschara.html
https://collections.yadvashem.org/en/documents/3655863
https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=de
Peter W. Lande, Jewish „Training“ Centers in Germany, Manuskript von 1978 im Bestand des Centers for Jewish History
https://digipres.cjh.org/delivery/DeliveryManagerServlet?dps_pid=FL4311316