Sabel Martha

Martha Sabel geb. Hähnlein

*4.3.1881 in Bochum; oo; + Riga nach 1.2.1942

Staatsangehörigkeit

Vater Moritz Hähnlein *20.1.1854 in Laubenthal; Kaufmann; +24.2.1933 Herzinfarkt

Mutter Rosalie Rosenthal *3.9.1853; +9.4.1917

Geschwister

Else Hähnlein *28.6.1879 in Bochum; ledig; Tod in Riga nach 1.2.1942

Lea Hähnlein *17.7.1883 in Bochum; ledig; +15.6.1917 in Bochum

Nelly Hähnlein *20.10.1886; oo Leo Berendsen „priv. Mischehe“; +16.3.1943 Bochum, Bombenangriff

Viktor Hähnlein *30.4.1896 in Bochum; Dresden; + ca.1948 USA

Beruf Leiterin des jüdischen Kinderhortes an der Wilhelmstraße 16; hier auch die ehemalige jüdische Schule in der Wihelmstr. 16 (heute Huestraße)

Adressen Bochum, Schützenbahn 5, Kortumstraße 25, Horst-Wessel-Straße 56

Heirat Friedrich Wilhelm Sabel *3.11.1870 in Düsseldorf; +10.1.1928 in Dortmund

Kinder

Gustav Sabel *15.7.1909 in Anklam, Pommern; 1932 nach Argentinien;

Margit Sabel *20.6.1914 in Dortmund; 1938 in die USA; oo Wolf

Weiterer Lebensweg

Jüdische Volkschule

23.2.-4.3.1934 Bruder Viktor auf der SS „President Roosevelt“ von Kopenhagen nach New York

2. – 10.9.1934 Schwägerin Margarete Hähnlein auf der SS Milwaukee von Galway nach New York; Bruder Viktor in Camp Cree, Ulster County NY.

3. -10.11.1938 Tochter Margit auf der SS Washington von Le Havre nach New York

Heimatadresse ist die Mutter Marta

Zieladresse ist Onkel Viktor in Schenectady

17.5.1939 in Bochum, Horst-Wessel-Straße 56 mit Schwester Else bei Minderheiten-Volkszählung

Bis Januar 1942 im Wohn- und Altenheim Herner Straße mit Schwester Else wohnhaft

24.1.1942 deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

Tod in Riga; vermutlich 15.3.1942 bei „2. Dünamünde-Aktion“ im Bikernieki-Hochwald erschossen

29.3.1957 auf Antrag des Sohnes Gustav Sabel vom Amtsgericht Bochum für tot erklärt

Gedenken

Stolperstein für Schwester Else Hähnlein in Bochum, Schützenbahn 5

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939,

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

https://www.bochum.de/Stadtarchiv/Projekt-Stolpersteine#par5791577416993763

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de831872

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6248); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Gertrude Schneider, Exile and Destruction, The Fate of the Austrian Jews 1938-1945; Praeger 1995

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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