Hirschberger Rosa

Rosa Hirschberger geb. Kaufmann

*15.12.1887 in Mülheim; Tod in Riga oder Stutthof

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Hugo Kaufmann *23.4.1848 in Hellenthal; +21.9.1911 in Bochum

Mutter Henriette Moses *16.2.1847 in Saarn, Mülheim ; +9.8.1926 in Bochum

Geschwister

Unbekannt Kaufmann *1886

Albert Kaufmann *15.12.1887 Zwilling, Wattenscheid; oo Irma Pollack; +24.1.1944 Riga Kaiserwald

David Kaufmann *1888

Beruf ohne

Adressen Bochum, Brückstraße14, Rottstraße 11

Heirat 2.7.1922 in Bochum Karl Hirschberger * 22.5.1893 in Bingen

Kinder

Kurt Heinz Hirschberger *24.10.1923 in Bochum; + 23.8.1944 in Stutthof

Weiterer Lebensweg

9./10.11.1938 im Pogrom mit 56 Männer ins KL Sachsenhausen verschleppt

16.12.1938 entlassen aus LK Sachsenhausen

17.5.1939 Karl bei Minderheiten-Volkszählung doppelt erfasst in Bochum und Borghorst 1939 Karl Notstandsarbeiter, Zwangsarbeitslager Borghorst, Dumte; Regulierungsarbeiten an der Steinfurter Aa

24.1.1942 deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF

zusammen mit der Familie von Rosas Zwillingsbruder Albert Kaufmann aus Wattenscheid
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga;

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

2.11.1943 ins KL Kaiserwald

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

Zeitpunkt und Ort des Todes unklar

Gedenken

14.9.2018 Stolpersteine für die Familie in Bochum, Südring 21, ehem. Rottstraße 11

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2BBSFKF373BOCMDE/$FILE/240_242_Hirschberger_Karl_Rosa_geb_Kaufmann_Kurt.pdf

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883811

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de883801

https://collections.arolsen-archives.org/archive/6101410/?p=1&s=Hirschberger%201893&doc_id=6101414

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11524585&ind=1

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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