Kaufmann Theodora

Theodora auch Dora Theodore Kaufmann

* 30.1.1882 in Schiefbahn; vermutlich 5.11.1942 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Hermann Kaufmann *6.9.1832 in Schiefbahn; +18.9.1915 in Schiefbahn

Mutter Regina Joseph * 6.12.1844 in Kettwig; +11.11.1935 in Bochum

Geschwister

Simon Kaufmann *1877 in Schiefbahn; + in Schiefbahn

Jacob Kaufmann *1877 in Schiefbahn; + in Schiefbahn

Siegmund Kaufmann *6.4.1878 in Schiefbahn; oo Josefine Kamp; +bd. 1942 in Kulmhof

Gustav Kaufmann *15.10.1879 in Schiefbahn; +25.9.1915 im 1.WK, 8. Kompagnie, Landwehr-Infanterie-Regiment 39

Ella Kaufmann *4.5.1884 in Schiefbahn; oo Ferdinand Sternberg ; Riga; 5.11.1943 Auschwitz

Tante Sara Kaufmann *22.4.1854 in Schiefbahn; + 16.8.1942 in Theresienstadt

Nichte Ilse Edith Sternberg *4.2.1924 in Bochum; oo Prof. Walter Schönholz; +9.6.1994

Beruf unbekannt

Adressen Bochum, Kortumstraße 112 (mit Schwester Ella und Mutter)

Heirat ledig

Weiterer Lebensweg

Ca 1905 Bruder Gustav eröffnet das Manufakturwarengeschäft Kaufmann Kortumstraße 112

Ella Kaufmann arbeitete in dem Geschäft mit

25.9.1915 Gustav Kaufmann kriegsgefallen, Ella übernimmt das Geschäft

Zieht mit Mutter Regina nach Bochum zu Schwester Ella Sternberg

11.11.1935 Tod der Mutter in Bochum

17.5.1939 alleinstehend in Bochum bei Minderheiten-Volkszählung

Die zahlreich erhaltenen Brief an Nichte Ilse sind immer „Vati, Mutti, Dora“ unterzeichnet

24.1.1942 mit Schwester und Schwager Sternberg deportiert aus Bochum nach Dortmund, Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe HBF
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga; vermutlich in Bikernieki erschossen

30.3. 1942 Dritte Dünamünde -Aktion im Ghetto und Jungfernhof

Schwager Ferdinand Sternberg wird von Dr. Aufrecht als begleitender Sanitäter eingeteilt, um die Dünamünde-Täuschung aufrecht zuerhalten. Er wird im Wald von Bikernieki mit hunderten anderen erschossen und in Massengräbern verscharrt.

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

2.11.1943 Schwester Ella bei Selktion im Ghetto auf Lastwagen zum Bahnhof Rumbula und mit dem Zug mit mehr als 2000 Kindern, Kranken und Alten nach Auschwitz deportiert, ins Gas geschickt

Vermutlich ist Theodora zum selben Zeitpunkt umgekommen

Gedenken

22.11.2006 Stolpersteine in Bochum, Kortumstraße 112 für Schwester Ella und Schwager Ferdinand

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W287J9MR157BOLDDE/$FILE/042_043_Sternberg_Ferdinand_und_Ella.pdf

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de896950

https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/18699-sara-kaufmann/

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11539574&ind=1

Preußische Verlustlisten vom 15.10.1915 Seite 9358

RJF-Gedenkbuch, http://www.denkmalprojekt.org/verlustlisten/rjf_orte_s_wk1.htm

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.