Harf Hugo

Harf Hugo

*19.11.1908 in Langendreer (heute Bochum); + nach Januar 1942 in Riga

Staatsangehörigkeit deutsch

Die verwandtschaftlichen Beziehungen sind nicht völlig gesichert.

Vater Alfred Harff *23.10.1885 in Bochum; +21.10.1936 in Bochum, zusammengeschlagen

Mutter Frieda Buschmann *10.10.1888 in Lüdinghausen; Christin;

Großeltern David Harff (?28.3.1858 in Dülken?) und Julia Bähr

Onkel Hugo Philipp Harf *28.7.1879 in Bochum; laut Bundesarchiv auch nach Riga

Geschwister

Lore Harff *28.12.1924; sog. „Halbjüdin“

Wilhelmine Harf *18.2.1916 in Langendreer, Haushaltshilfe in Berlin; 24.10.1941 Transport 2 von Berlin nach Litzmannstadt, Lodz; 4.5.1942 ins Vernichtungslager Kulmhof

Adressen Dortmund Deusen, Parsevalstraße 8

Heirat

Kinder

Weiterer Lebensweg

1919 Alfred Harff im Arbeiter-und Soldatenrat

1922 Harff verkaufen ihr Textilwarengeschäft in Langendreer an Albert Simmenauer

1933 Alfred Harff als SPD-Aktivistvon SA wiederholt schwer mißhandelt

17.5.1939 Hugo Harf alleinstehend in Dortmund Deusen bei Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 Frieda Harff mit Tochter Lore in Bochum bei Minderheiten-Volkszählung

1941 Zwangsumsiedlung in das Barackenlager Dortmund-Deusen, Parsevalstraße 8

Dezember 1941 Ankündigung der „Umsiedlung in den Osten“

24.1.1942 Sammellager Saal der Gaststätte Zur Börse Nähe Dortmund  HBF
27.1.1942 Transport Dortmund nach Skirotawa; Riga, Ghetto

1.2.1942 Ankunft Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto

15.3.1942 2. Dünamünde Aktion im Ghetto Riga;

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6.8-9.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Libau nach Danzig

28.9.-1.10.1944 3155 Häftlinge aus Riga Kaiserwald, 300 von der Lenta auf dem Frachtschiff „Kanonier“ von Riga->Danzig; auf Kohleschiffen weiter nach Stutthof

Tod in Riga, unsicherer Zeitpunkt

Gedenken

25.11.2015 Stolperstein für Alfred Harff in Bochum-Langendreer, Witte-Wie 16

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2AFXALA638BOCMDE/$FILE/214_Harff_Alfred.pdf

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de832745

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1006944

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Harf&s_firstName=&s_place=Bochum&s_dateOfBirth=&cluster=true

https://www.statistik-des-holocaust.de/list_ger_wfn_420127.html

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT420127-Dortmund10.jpg

https://yvng.yadvashem.org/index.html?language=en&s_id=&s_lastName=Harf&s_firstName=&s_place=Bochum&s_dateOfBirth=&cluster=true

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Gertrude Schneider, Reise in den Tod, Deutsche Juden in Riga 1941-1944, Laumann-Verlag, 2008

Hilde Sherman: Zwischen Tag und Dunkel. Mädchenjahre im Ghetto, Frankfurt/M.-Berlin-Wien, 1984

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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