Aronade Ernst

Günther Ernst Aronade

*19.3.1918 in Kattowitz; +1944 in Auschwitz

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Berthold Aronade *4.10.1871 in Antonienhütte; Dr. jur.; +20.3.1938 in Dresden

Mutter Katharina Henriette Sachs *24.7.1883 in Hirschberg¸+3.3.1943 in Auschwitz

Bruder Kurt Walter Aronade *27.1.1915 in Kattowitz; oo Susi Weigert; +16.1.1993 in Natanya

Beruf

Adressen Kattowitz; Dresden; Radebeul; Heidelberg; Amsterdam

Heirat Ilse Heymann * 17.6.1922 in Dortmund; + 8.1.1986 in Beit Yitzak

Kinder –

Weiterer Lebensweg

9.11.1938 verhaftet im „Pogrom“;

27.1.1939 Entlassung aus „Schutzhaft“ im KL Buchenwald

8.3.1939 Werkdorp Wieringen, Nieuwesluizerweg 42, Slootdorp (Wieringen)

Dort lernt seine spätere Frau Ilse Heymann und deren 2. Mann Rolf Elsberg kennen

10.5.1940 Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Holland, Belgien, Luxemburg und Frankreich

20.3.1941 Auflösung des Werkdorp durch den SD; 210 der 290 Lehrlinge werden nach Amsterdam verbracht und in Familien untergebracht; Gerd Vollmann berichtet darüber:

„Am 20. März kamen morgens blaue Busse von der Amsterdamer Gemeindebahn am Rande des Polders. … Die ca. 300 Werkdörfler wurden inspiziert durch Lages in Uniform (Willy Lages, SS-Sturmbannführer, Leiter des Sicherheitsdienstes in Amsterdam) und Barbie in Zivil (Klaus Barbie, SS-Obersturmführer, Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Amsterdam). Unser Betriebsleiter Kemmerlin sorgte dafür, dass ca. 60 Jungen und Mädels bleiben durften, um das Vieh usw. zu versorgen. Die anderen kriegten 10 Minuten die Gelegenheit, um etwas zu packen und dann wurden wir mit Bussen nach Amsterdam gebracht…“

13.5.1941 Amsterdam Hemonylaan 15

1.9.1941 Heizer für die Gebäude des Joodse Raad in Amsterdam

9.7.1942 Heirat mit Ilse Heymann in Amsterdam

20.6.1943 Verhaftung und Transport nach Westerbork

14.9.1943 aus Westerbork geflüchtet, zunächst im Untergrund

Dez.1943 nach Frankreich geflüchtet mit Ehefrau Ilse

Dezember 1943 Festnahme beim Übertritt ins nicht besetzte Südfrankreich; im Gefängnis Château des Ducs de Bourbon, Mal Coiffée, Maison d’arrêt de justice et de correction in Moulin, Südfrankreich

10.2.1944 Transport von Drancy nach Auschwitz-Birkenau

Bei Selektion in Auschwitz als arbeitsfähig eingestuft, Auschwitz-Tattoo

Arbeit in verschiedenen Kommandos, zuletzt Zwangsarbeit bei Siemens

Kommt mit Typhus in die Krankenbaracke

Tod in Auschwitz

Quellen

www.werkdorpwieringermeer.nl/gunther-aronade/

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130252508/?p=1&s=Heymann%20Ilse%201922&doc_id=130252508

https://collections.arolsen-archives.org/archive/130306449/?p=1&s=Heymann%20Ilse%201922&doc_id=130306449

https://archief.amsterdam/indexen/persons?ss=%7B%22q%22:%22Aronade%22%7D

https://www.statistik-des-holocaust.de/X1-2.jpg

www.juedisches-dortmund.de/heymann/

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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