Reinhaus Martha

Martha Reinhaus

*2.2.1921 in Westerkappeln, Osnabrück; +16.4.2014 in Tucson

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Ernst Reinhaus *23.9.1880 in Essen; Tod in Riga

Mutter Klara Block *19.7.1882; +2.6.1924 in Westerkappeln

Tanten

Erna Reinhaus *15.11.1881; Klavierlehrerin; oo Max Samuel; +10.11.1941 in Minsk

Hilde Reinhaus *15.9.1890 ledig; beigesetzt auf dem jüd. Segerothfriedhof Esssen

Stiefmutter Lina Lilly Nanny Stern *8.7.1890 in Marburg, verw. Röttgen

Stiefbruder Walter Günther Reinhaus *7.2.1927 in Osnabrück

Beruf –

Adressen Westerkappeln, Osnabrück; Bochum, Vidume Straße 11

Heirat Dr. Milton Bennett*14.8.1917; +11.6.2003 in Saratoga Springs

Kinder drei

Allen Jeffery Bennett *20.8.1947

Weiterer Lebensweg

Umzug der Eltern nach Westerkappeln nach der Heirat des Vaters mit Klara Block

2.6.1924 Tod der Mutter in Westerkappeln

November 1938 Vater im „Pogrom“ im KL Dachau in „Schutzhaft“

14. Dezember 1938 Martha mit Kindertransport von Bochum nach England

17.5.1939 in Bochum mit dem Vater, der Stiefmutter und Walter bei Minderheiten-Volkszählung noch aufgeführt

5.-14.3.1940 Bruder Walter auf der SS REX von Genua ->New York mit der German Jewish Children Aid

Heimatadresse Vater Ernst in Bochum

3.- 13.5.1940 Martha auf der SS BRITANNIC von Liverpool nach New York

Kontakt Judith Fränkel *21.4.1921 in Berlin

Ziel Onkel Oppenheimer, Baltimore

27.1.1942 Vater und Stiefmutter deportiert nach Riga

Laut Bundesarchiv Vater und Stiefmutter deportiert nach Polen

Ehemann betreibt 40 Jahre eine optometrische Praxis in Ticonderoga

„She was active in the community, as a member of the Eastern Stars and the Hospital Auxiliary, for many years running the Ticonderoga Hospital Gift Shop.“ (Obituary)

16.4.2014 Natürlicher Tod in Tucson

Gedenken

Inschrift für den Vater auf dem Grabstein der Großeltern, jüdischer Friedhof in Essen Segerothstraße

2.3.2014 Stolpersteine für Ernst, Lilly, Martha, Walter Reinhaus in Westerkappeln, Große Straße 4

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

StA Essen III. Abteilung, Nr. 512

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de948300

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Essen, Segerothfriedhof 752 Inschriften (1885-1942)

Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben; LIT-Verlag 2014

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=seg-461&lang=

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6450); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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