Reinhaus Walter

Walter Günther Reinhaus

*7.2.1927 in Westerkappeln; +14.11.1981 in Köln

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Ernst Reinhaus *23.9.1880 in Essen; Tod in Riga

Mutter Lina Lilly Nanny Stern *8.7.1890 in Marburg, verw. Röttgen

Tanten

Erna Reinhaus *15.11.1881; Klavierlehrerin; oo Max Samuel; +10.11.1941 in Minsk

Hilde Reinhaus *15.9.1890 ledig; beigesetzt auf dem jüd. Segerothfriedhof Esssen

1.Ehefrau des Vaters Klara Block *19.7.1882; +2.6.1924 in Westerkappeln

Stiefschwester

Martha Reinhaus *2.2.1921 in Westerkappeln, Osnabrück; oo Dr. Milton Bennett (1917-2003)

+16.4.2014 in Tucson

Beruf Kaufmann

Adressen Westerkappeln, Osnabrück; Bochum, Vidume Straße 11 (Besitzer Salomon Herz)

Heirat 23.10.1948 in Bochum Margrit Kuhlmann *1.7.1926 in Bochum, Mutter Henriette Herz aus Bochum; Großmutter Therese Herz (1859 Rheydt -1943 Theresienstadt)

Kinder zwei

Barbara Reinhaus *1951 in Monterrey; oo Werner Witting

Weiterer Lebensweg

Umzug der Eltern nach Westerkappeln nach der Heirat des Vaters mit Klara Block

2.6.1924 Tod der ersten Frau des Vaters in Westerkappeln

Novemberpogrom 1938 Vater im KL Dachau

14. Dezember 1938 Martha mit Kindertransport von Bochum nach England

17.5.1939 in Bochum mit dem Vater, der Stiefmutter und Martha bei Minderheiten-Volkszählung

17.5.1939 spätere Ehefrau Margrit Kuhlmann in Bochum mit ihren Eltern Franz und Henriette geb. Herz bei Minderheiten-Volkszählung

5.-14.3.1940 Walter mit einer Gruppe von 12 bis 16-Jähriger auf der SS REX von Genua ->New York mit Hilfe der German Jewish Children Aid

Heimatadresse Vater Ernst in Bochum

3.- 13.5.1940 Martha auf der SS BRITANNIC von Liverpool nach New York

Ziel Onkel Oppenheimer, Baltimore

27.1.1942 beide Eltern deportiert nach Riga

Laut Bundesarchiv beide Eltern deportiert nach Polen

28.11.1945 einberufen und gelistet als „Private“ (ohne Dienstgrad) in der US-Army

nach Deutschland zurückgekehrt, weil er in Köln studieren wollte,

1948 Heirat in Bochum

Foreign Commerce Weekly Band 66, 1961

1961 notiert als Geschäftsmann in Köln-Ehrenfeld

14.11.1981 Tod in Köln; Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof Köln

Gedenken

Inschrift für den Vater auf dem Grabstein der Großeltern, jüdischer Friedhof in Essen Segerothstraße

2.3.2014 Stolpersteine für Ernst, Lilly, Martha, Walter Reinhaus in Westerkappeln, Große Straße 4

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

StA Essen III. Abteilung, Nr. 512

U. S. Zweiter Weltkrieg Einberufung

U.S. Department of Commerce (Hrsg), Foreign Commerce Weekly Band 66, 1961

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de948300

Hubert Schneider, Die Entjudung des Wohnraums: Judenhäuser in Bochum; Münster, 2010

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Essen, Segerothfriedhof 752 Inschriften (1885-1942)

Hubert Schneider, Leben nach dem Überleben; LIT-Verlag 2014

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

https://www.bochum.de/C125830C0042AB74/vwContentByKey/W2894BGN336BOLDDE/$FILE/066_Herz_Therese.pdf

http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=seg-461&lang=

Passenger and Crew Lists of Vessels Arriving at New York, New York, 1897-1957 (National Archives Microfilm Publication T715, roll 6450); Records of the Immigration and Naturalization Service, Record Group 85

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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