Capell Fritz

Fritz Capell

*5.7.1912 in Kerpen; April 1945 Tod im Außenlager Ganacker

Buchenwald – Nr. 82471

Staatsangehörigkeit deutsch

Vater Benno Benjamin Capell *3.3.1874 ; Metzger; +8.11.1933 in Kerpen

Mutter Sara Leiser *28.8.1880 in Kerpen; Tod in Riga

Verwandter aus Kerpen (Cousin?) Ghettoältester Max Leiser *13.1.1890 in Kerpen; +5.12.1944 in Hailfingen-Tailfingen

Geschwister

Rosa Capell *18.1.1903 in Kerpen; Enschede, Westerbork; +21.5.1943 in Sobibor

Paula Capell * 19.5.1904 in Kerpen; oo Baehr; + 1942 in Auschwitz

Irene Capell * 1905 in Kerpen; oo Hugo Enke; + ?

Hermann Capell *4.10.1907 in Kerpen; +28.2.1943 in Auschwitz

Lotte Capell * 7.5.1916 in Kerpen; Enschede, Westerbork; +21.5.1943 in Sobibor

Beruf Metzger

Adressen Kerpen; Köln, Brüsseler Straße 87

Heirat Margot Schwarz *21.3.1914 in Krefeld; Überlebende

Kinder

Gerson Capell *5.11.1940 in Köln; + in Riga

Dan Capell *14.10.1941 in Köln-Ehrenfeld; +8.12.1941 in Köln-Ehrenfeld, „Israelit. Asyl“

Weiterer Lebensweg

1915 Schusswunde

17.5.1939 bei Minderheiten-Volkszählung

6.12.1941 Verhaftung und Verbringung in die Deutzer Messehallen

7.12.1941 Transport Tiefbahnhof Köln-Deutz nach Riga mit der Ehefrau, Baby Gerson und der Mutter

8.12.1941 der Säugling Dan Capell stirbt im Israelitischen Krankenhaus Köln

10.12.1941 Ankunft Rangierbahnhof Skirotawa, Fußmarsch ins Ghetto Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung; Kommandant des KL Kaiserwald Sturmbannführer Albert Sauer

6. November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga und seiner Außenlager

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6. – 8.8.1944 1. Großer Transport mit der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

9.8.1944 Ankunft mit Ehefrau Margot in Stutthof

13.8.1944 Deportation mit dem Zug aus Stutthof nach Buchenwald

16.8.1944 Ankunft mit 1350 Männern aus Stutthof in Buchenwald

4 Wochen im Quarantänelager im KL Buchenwald, Unterbringung in Wehrmachtspferdeställen und Zelten im „Kleinen Lager“

16.9.1944 Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum; 18.9.1944 Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; 88 mm Panzergranaten-Produktion

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald

21. März 1945 Ankunft von 1326 Häftlingen im KL Buchenwald

10.4.1945 Evakuierung des KL Buchenwald in geschlossenen Güterwaggons nach Flossenbürg

Transport zum Militärflugplatz  Ganacker, Außenlager des KL Flossenbürg westlich von Wallersdorf, Landau, Bayern

Ausbau und Wiederherstellung der Landebahnen des Militärflugplatzes nach massiven Luftangriffen am 20.3.1945 auf den Flugplatz, auf dem auch fünf Me-262 stationiert sind

April 1945 Tod im Außenlager Ganacker, zusammen mit den Gefährten aus dem Lager Brüllstraße Alfred Graf (Nr. 82470, Bochum), Alexander Volks (Nr.83.161, Lette)

Bei Exhumierung über die Häftlingsnummer 82470 identifiziert

1957 Umbettung in Wallersdorf

Gedenken

27.9.1999 Page of Testimony für Sohn Gerson von Alex Salm

Grabmal in Ganacker,bei Landau in Bayern

Quellen

Deutsche Minderheiten-Volkszählung 1939

www.spurenimvest.de/2021/08/13/graf-alfred/

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/5649824?s=82471&t=222836&p=1

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/84607774?s=Capell%20Fritz%201912&t=222816&p=1

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1567058

https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de1008053

https://www.statistik-des-holocaust.de/OT411207_6.jpg

http://www.familienbuch-euregio.de/genius?person=164857

https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?sfrom=1214&s=2460&id=704&buchstabe=C

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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