Burian Josef

Josef Burian

*5.10.1899 in Stryckovice, Stankau, Böhmen; Überlebender

Taufspruch: Bůh jest – náhoda světem nevládne. Na obranu svaté víry.

Übersetzt: Gott ist – der Zufall regiert nicht die Welt. Zur Verteidigung heiliger Glaube.

Buchenwald – Häftlingsnummer 14587

Staatsangehörigkeit Tscheche

Religion Röm.-katholisch

Vater

Mutter

Geschwister

Beruf Arzt

Adressen Stryckovice; Stankau, Baargasse 310

Heirat Marie Burianova

Kinder eins

Weiterer Lebensweg

2.6.1944 von Stapo Prag nach Buchenwald deportiert als „politischer Tscheche“

Im Quarantänelager im KL Buchenwald, Unterbringung in Wehrmachtspferdeställen und Zelten im „Kleinen Lager“ L.S.II

10.6.-26.6.1944 im Krankenrevier Buchenwald, als Patient; Notiz „B.K.“ (Barium-Kontraströntgen des Magens?)

26.6. 1944 Burian als Häftlingsarzt auf dem Transport der überwiegend ungarischen Juden mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

Eintreffen im Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Eintreffen der 434 überwiegend ungarischen Juden, die von Auschwitz dem Lager Buchenwald überstellt waren, wurde das Lager „eröffnet“.

7.7.1944 vom SS-Lagerkommandanten Grossmann wegen angeblich erforderlicher Magen-OP nach Buchenwald geschickt

9.7.1944 Magen-Röntgen („Breischluck mit Kontrastmittel“) ohne Befund wegen „nervösen Magenbeschwerden“

zurück nach Bochum mit dem russischen Unterarzt Tkatschenko

25.9.1944 zurück nach Bochum

Unterschreibt die Todesbescheinigung von Arpad Barsony

Als Arzt in der Krankenbaracke des Außenlagers

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

5.-7.11.1944 Lagerhäftlinge als Bombensuchkommando

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald

21. März 1945 Ankunft von 1326 Häftlingen im KL Buchenwald; Unterbringung Baracke 51 im „Kleinen Lager“

Belegungsliste 25.3.1945 Block 51

29.3.1945 Weiterführung der Krankenrevierkarte in Buchenwald

10.4.1945 Evakuierung des KL Buchenwald in geschlossenen Güterwaggons nach Theresienstadt, Flossenbürg und Dachau

Zeuge im Buchenwald -Prozess in Dachau gegen Grossmann

Gedenken –

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/5637160?s=Burian%20Josef&t=222836&p=1

https://librinostri.catholica.cz/download/Sp1899-r.pdf

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden 2011

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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