Hirschberg Hessel

Hessel Hirschberg

*10.1.1892 in Zabeln, Kurland, Deutsches Reich; + 4.11.1944 in Bochum

Lettischer Pass vom 7.5.1921

Buchenwald – Häftlingsnummer 82890

Staatsangehörigkeit Deutscher; Lette

Vater Mendel Hirschberg; Bierbrauer;

Mutter Rachel Friedländer

Geschwister

Beruf Tischler

Adressen Riga, Marijas iela 77/1; im Ghetto Maza kalna iela 25/3

Heirat Sara Abramson, Riga;

Kinder zwei

Weiterer Lebensweg

Emigration aus Kurland nach Riga

Juli-2. November 1943 schrittweise Auflösung des Ghettos; Einrichtung des Konzentrationslagers Riga-Kaiserwald und verschiedener Betriebslager mit lokaler Kasernierung

6. November 1943 Aufnahme KL Kaiserwald, Riga, Kasernierung im Außenlager

Sommer 1944 Auflösung des KL Kaiserwald, Riga und seiner Außenlager

Juli – September 1944 Transporte der Arbeitsfähigen aus Riga per Schiff nach Stutthof

6. – 8.8.1944 1. Großer Transport mit 6382 Juden auf der „Bremerhaven“ von Riga nach Danzig

9.8.1944 Ankunft in Stutthof

13.8.1944 Deportation mit dem Zug aus Stutthof nach Buchenwald

16.8.1944 Ankunft mit 1350 Männern aus Stutthof in Buchenwald

4 Wochen im Quarantänelager im KL Buchenwald, Unterbringung in Wehrmachtspferdeställen und Zelten im „Kleinen Lager“

16.9.1944 (Häftlingsnummern 82008-83349)

Deportation in das Außenlager des KL Buchenwald an der Brüllstraße in Bochum, angegliedert der Geschossfabrik des Bochumer Verein; mit dem Zug von Buchenwald nach Bochum;

18.9.1944 Unterbringung im Barackenlager auf der Brüllstraße nahe dem Bochumer Verein; Zwangsarbeit in der Panzergranaten-Produktion

4.11.1944 schwerster Bombenangriff auf Bochum mit Zerstörung der gesamten Innenstadt

4.11.1944 Tod im Außenlager Brüllstraße Bochumer Verein

Todesursache: Tod bei feindlichem Fliegerangriff

Gedenken

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

26.1.1956 Page of Testimony für Hessel Hirschberg von Cousine Esther Katzkind

6.2.2007 Page of Testimony für Hessel Hirschberg vom Gene Hirschhorn

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/6101303?s=Hirschberg%20Hesel%201892&t=222836&p=1

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=en&itemId=11953421&ind=2

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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