Landau Hermann

Hermann Landau

*1926 in Dortmund; ?+8.5.1945 Tod in Theresienstadt

Rolf Abrahamsohn im Interview 1991; VIMEO:

Hermann Landau aus Dortmund hat mich dann ich unsere Wohnung gebracht, nachdem ich bei einem Fluchtverusch von Wachen am Bein angeschossen wurde. 39 weitere Flüchtende seien erschossen worden; ich wurde dann von Dr. Grünewald und meiner Mutter gesund gepflegt.

Wird als Freund zweimal im Buch von Rolf Abrahamsohn

„Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist?“ Klartext, 2010 S. 30 und S. 49 erwähnt:

„Bernd Wollenberg und Herr Landau liefen hinter mir her und hielten mich zurück und sagten:“

Im Februar (?)1944 nach dem Tod der Mutter wollte Rolf im KL Kaiserwald in den elektrischen Zaun laufen.

Hermann Landau kam aus Dortmund und war mit Margret Preger befreundet. …

Laut Abrahamsohn soll er in Buchenwald umgekommen sein:

Von Riga kam ich mit Hermann Landau nach Bochum und dann wieder nach Buchenwald zurück. In Buchenwald sahen wir ihn im Krankenlager. Da sagte ich zu Rolf Aron: „Wir holen ihn da morgen früh raus, irgendwo werden wir ihn unterbringen, da darf er nicht bleiben.“ Und als wir ihn einen Tag später abholen wollten, da lebte er schon nicht mehr. Ob er durch Spritzen oder sonstwie umgekommen ist, weiß ich nicht. Einen Tag vorher war er noch nicht so krank, dass man sagen konnte, er lebt am nächsten Tag nicht mehr.

In Theresienstadt soll ein Hermann Landau am 8.5.1945 (Befreiung) verstorben sein

https://www.holocaust.cz/de/datenbank-der-digitalisierten-dokumenten/dokument/98836-landau-hermann-toten-begleitschein-ghetto-theresienstadt/

Die Internet-Recherchen ergaben keine weiteren Hinweise

In folgenden Listen ist er nicht aufgeführt:

Adressbuch der Stadt Dortmund 1938

Vorläufige Riga-Transportliste der Gestapo Dortmund vom 19.11.1941

Rekonstruierte Transportliste für den Dortmund-Riga-Transport vom 27.1.1942

Bundesarchiv Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933 – 1945

Arolsen Archives, International Center on Nazi Persecution

The Central Database of Shoah Victims‘ Names in Yad Vashem

Buch der Erinnerung, Die ins Baltikum deportierten Juden, Wolfgang Scheffler, Diana Schulle, 2011

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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