Turin Franz

Franz Turin

*15.10.1896 in Meran

Buchenwald – Häftlingsnummer 5760

Häftlingsgruppe ASR, zweimal vorbestraft

Religion röm.-katholisch

Staatsangehörigkeit Italien

Vater

Mutter Antonia Angerer; Sterzing

Geschwister

Beruf Buchhalter

Adressen Innsbruck, Tempelstraße 2

Heirat ledig

Kinder keine

Weiterer Lebensweg

1914-1918 Infanterist, k.u.k. Landes-Infanterie-Regiment  Nr. 4, 6. Kompanie

1915 Granatsplitterverletzung am Kopf

Österreichische Verlustlisten vom 4.1.1915, Ausgabe 93, Seite 38

zweimal vorbestraft

10.1.1942 verhaftet von Kripo Innsbruck

6.9.1943 Anordnung der Schutzhaft

30.9.1943 eingewiesen ins KL Buchenwald von Kripo Innsbruck; Block 43 und 47

17.1.1944 Kdo Baubrigade 5 Köln

11.5.1944 Essen

18.3.1945 wurden die beiden Bochumer Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald, das AL Bochumer Verein und das AL Eisen- und Hüttenwerke AG geräumt

18.3.1945 Auflösung des Außenlagers Brüllstraße, Rücktransport von 1361 Häftlingen nach Buchenwald; angeschlossen werden 632 Männer aus den E&W-Werken und einige der Baubrigade Köln 5 aus Essen

21. März 1945 Ankunft von 1942 Häftlingen im KL Buchenwald; Unterbringung im Block 62

5.4.1945 Himmlers Befehl zur Evakuierung von Buchenwald (47500 Häftlinge);

6.-10.4.1945 Die SS beginnt mit der Evakuierung des Konzentrationslagers; etwa 28.000 Häftlinge des Stammlagers und mindestens 10.000 Häftlinge der Außenlager werden auf insgesamt 60 Marschrouten – meist zu Fuß – auf die Todesmärsche getrieben, 12000 (Schätzung) kommen auf diesen Märschen um.

6.4. 1945 von den ca. 6000 Juden im Lager, können etwa 3000 versteckt werden; 3105 Juden werden im Lager zusammengetrieben, in den Werkshallen der DAW (Deutsche Ausrüstungswerke) eingesperrt und Richtung Flossenburg in Marsch gesetzt

11.4.1945 Befreiung durch das 37. Panzerbataillon der 4. US-Panzerdivision

Gedenken –

Quellen

https://collections.arolsen-archives.org/de/search/person/7315260?s=5760%20Turin&t=222836&p=1

Österreichische Verlustlisten vom 4.1.1915, Ausgabe 93, Seite 38

Gedenkbuch der Opfer der Shoa aus Bochum und Wattenscheid, 2000

Manfred Keller, Spuren im Stein, ein Bochumer Friedhof als Spiegel jüdischer Geschichte, 1997

Ein Bochumer Konzentrationslager – Geschichte des Buchenwald-Außenlagers des Bochumer Vereins. Aufsätze, Fotos, Dokumente, hrsg. v. VVN-BdA (Kreisvereinigung Bochum), Bochum 2019, 112 S., ISBN: 978-3-931999-25-4

Hubert Schneider, Ungarische Juden als Zwangsarbeiter in Bochum, in: Jan Erik Schulte (Hrsg) Konzentrationslager in Rheinland und Westfalen 1933-1945, Paderborn 2004

Rolf Abrahamsohn, Was machen wir, wenn der Krieg zu Ende ist? Klartext, 2010

Kogon, Eugen, Der SS-Staat, 1974, Verlag Kindler

Gedenkstätte Buchenwald (Hrsg.) Buchenwald – Mahnung und Verpflichtung, VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften 1983

Veröffentlicht von Franz-Josef Wittstamm

Geboren 31. Mai 1951 in Recklinghausen Gymnasium Petrinum 1961 bis Abitur1970 Studium der Humanmedizin in Bochum Approbation 1981 Promotion1982 Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensivmedizin Im Ruhestand seit 2016

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